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Erhöhtes Gelbsucht-Risiko für Ägypten-Urlauber

13.05.2013

Die Zahl der Urlauber, die sich in Ägypten mit Reisegelbsucht angesteckt haben, ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Von November 2012 bis März 2013 sind bereits 80 Menschen an der Form der Gelbsucht erkrankt, die auch als Hepatitis A bezeichnet wird. Fast die Hälfte der Erkrankten stammt aus Deutschland.

Junges Paar liegt im Pool, sie schlingt die Arme um seinen Hals
In Ägypten und anderen Mittelmeer-Ländern droht Urlaubern die Ansteckung mit Reisegelbsucht.
© mauritius images

Experten raten daher allen Reisenden nach Ägypten, Nordafrika und anderen Anrainer-Staaten des Mittelmeeres zu einer Impfung, da das Hepatitis-A-Virus in diesen Gebieten häufiger vorkommt als z.B. im Norden Europas oder in Deutschland. Die Viren werden über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen, die mit infiziertem Wasser in Kontakt kommen. Insofern können Salate, frisches Gemüse oder auch Getränke mit Eiswürfeln ansteckend sein. "Oft ist es schwer, die genaue Infektionsquelle zu finden – deshalb kann man sich in einem All-inclusive-Hotel genauso anstecken, wie auf einem Markt", warnt Dr. Sebastian Dieckmann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Etwa 2 bis 6 Wochen nach einer Infektion kommt es zu den typischen Gelbfieber-Symptomen. Haut und Augen werden gelb – oft verbunden mit Fieber und Schmerzen im Oberbauch. Bei kleinen Kindern verläuft die Erkrankung manchmal ganz ohne äußerlich sichtbare Anzeichen und völlig harmlos. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Komplikationen. Insbesondere aber bei Menschen mit einer Vorerkrankung oder einer vorgeschädigten Leber kann die Virusvermehrung im Organ schwere Folgen haben. In ganz seltenen Fällen kann die Hepatitis A auch tödlich verlaufen. "Deshalb empfehlen wir allen die Impfung, die auch noch kurz vor Reisebeginn – z.B. jetzt vor den Pfingstferien – gegeben werden kann", rät Dieckmann.

BDI

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