GesundheitArzneimittel

Gesundheit kostet jährlich über 300.000.000.000 Euro

08.04.2014

Im Jahr 2012 sind in Deutschland erstmals mehr als 300 Milliarden Euro für die Gesundheit ausgegeben worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete, liegt der genaue Wert bei 300,4 Milliarden Euro. Auf jeden Einwohner sind demnach gut 3.740 Euro entfallen.

Junge Pflegerin hält die Hand einer alten, pflegebedürftigen Frau, die im Bett liegt
Die stärksten Anstiege der Gesundheitsausgaben im Jahr 2012 sind unter anderem in ambulanten Pflegeeinrichtungen erfolgt.
© Ocskay Bence - Fotolia

Die Gesundheitsausgaben sind um 6,9 Milliarden Euro oder 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die meisten Ausgaben tätigte die gesetzliche Krankenversicherung. Insgesamt seien 172,4 Milliarden Euro ausgegeben worden und somit 3,9 Milliarden Euro oder 2,3 Prozent mehr als noch 2011. Auf die private Krankenversicherung entfielen Destatis zufolge rund 28 Milliarden Euro. Hier könne ein Anstieg um 0,2 Millarden Euro oder 0,9 Prozent zum Vorjahr festgellt werden, heißt es.

Dabei seien Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich genauso wie im Vorjahr einer der größten Kostenverursacher mit 49 Prozent der Gesundheitsausgaben. Der genaue Betrag belief sich laut Destatis auf 147 Milliarden Euro. Gegenüber 2011 mache dies einen leicht unterdurchschnittlichen Anstieg von 2,1 Prozent aus. Der Grund dafür sei der geringe Anstieg der Ausgaben in Apotheken, die im Vergleich zu 2011 um 200 Millionen Euro oder 0,6 Prozent auf 40 Milliarden Euro wuchsen. Hintergrund sind nach Angaben Destatis die Maßnahmen zur Begrenzung der Ausgaben im Arzneimittelbereich, wie die frühe Nutzenbewertung für neue Arzneimittel oder der gestiegene Apothekenabschlag.

Die stärksten Anstiege seien in den ambulanten Pflegeeinrichtungen erfolgt mit einem Plus von 700 Millionen Euro oder 6,9 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro sowie bei den Praxen sonstiger medizinischer Berufe beispielsweise physio-, sprach- oder ergotherapeutischen Praxen mit einem Anstieg von 300 Millionen Euro oder 3,3 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro.

ys/PZ

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