SeniorenGesundheit

Grüner Star: Wann eine OP sinnvoll ist

06.09.2013

Die Augenkrankheit Grüner Star, auch Glaukom genannt, kann, selbst wenn sie erkannt und behandelt wird, unbemerkt weiter fortschreiten. Im Vorfeld zu ihrem Kongress erläutern Augenärzte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), welche Warnzeichen darauf hindeuten, dass eine Operation sinnvoll ist.

Portraitfoto weißbärtiger, vitaler Mann im blauen Hemd lächelt in die Kamera
Augenärzte empfehlen, den Augeninnendruck ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig kontrollieren zu lassen.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Ein deutliches Warnzeichen sei zum Beispiel, wenn trotz Medikamenten ein Gesichtsfeldschaden auftrete, so die DOG-Experten. Darunter verstehen Augenärzte eine bestimmte Form des Sehverlusts, der mithilfe einer Gesichtsfelduntersuchung, bei welcher der Patient Lichtpunkte erkennen muss, festgestellt werden kann. Ohne diese Untersuchung kann der Sehverlust lange unbemerkt bleiben, da das Gehirn die fehlenden Bereiche ausgleicht. "Hat man beim Lesen Schwierigkeiten, die nächste Zeile zu finden, ist das ein Hinweis auf einen Gesichtsfeldschaden", so Professor Berthold Seitz, Direktor der Universitätsaugenklinik Homburg/Saar.

Desweiteren kann ein fachkundiger Blick auf den Sehnerv Aufschluss über ein Fortschreiten der Augenkrankheit geben. Der Augenarzt kann zudem empfehlen, eine Tagesdruckkurve anzulegen. Denn schwankt der Augeninnendruck im Verlauf eines Tages stark, kann sich dies ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Hierfür wird der Augeninnendruck in regelmäßigen Abständen gemessen.

Um den Augeninnendruck zu senken, kommen Medikamente zum Einsatz, die entweder eine Produktion von Kammerwasser vermindern oder den Abfluss des Wassers fördern. Wirken zwei Medikamente in Kombination nicht mehr, kann eine zeitnahe Operation Abhilfe sinnvoll sein. Aus Studien gehe hervor, dass sich die Erfolgsaussichten einer Operation beim Grünen Star verschlechtern, sobald Patienten mehr als zwei drucksenkende Augentropfen-Präparate verwenden, heißt es von Seiten der DOG. Eine OP sei zudem für Patienten eine Alternative, die die drucksenkenden Mittel nicht vertragen.

DOG/HH

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