Baby & FamilieSeniorenGesund lebenGesundheit

Herzschlag von Chorsängern im Einklang

09.07.2013

Wenn Menschen gemeinsam in einem Chor singen, synchronisiert sich ihr Herzschlag, so dass ihr Puls gleichzeitig steigt und fällt. Dies ist das Ergebnis schwedischer Forscher der Universität von Göteborg, die untersucht hatten, wie sich Musik auf den Körper auswirkt.

Ältere Menschen singen im Chor
Singen stärkt das Immunsystem und beeinflusst den Herzschlag.
© Glenda Powers - Fotolia

Für die aktuelle Studie hatten fünfzehn 18-Jährige drei verschiedene Chor-Übungen durchgeführt: monotones Summen, das Singen der schwedischen Hymne "Härlig är Jorden" sowie eines langsamen Mantras. Im Verlauf dieser Übungen verfolgten die Wissenschaftler den Herzrhythmus der jungen Sänger. Es zeigte sich, dass die Melodie und Struktur der Musik direkte Auswirkungen auf die Herzaktivität der Chorsänger hatte. Mit anderen unisono zu singen habe einen synchronisierenden Effekt, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Frontiers in Neuroscience.

Der positive Effekt auf die Gesundheit lasse sich vielleicht damit erklären, dass Sänger beim Singen ruhig und regelmäßig atmen müssen. "Lieder mit langen Phrasen erzielen den gleichen Effekt wie Atemübungen beim Joga", so Hauptautor Björn Vickhoff. So wirken sich ruhige und regelmäßige Atemmuster extrem auf die Veränderlichkeit der Herzfrequenz aus, der ihrerseits eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben werde, so die Forscher. Die Schwankung der Herzfrequenz mit der Atmung wird von Fachleuten respiratorische Sinusarrhythmie (RSA) genannt und ist bei gesunden, wenig gestressten, jüngeren Menschen stärker ausgeprägt.

"Unsere Hypothese ist, dass Singen eine Form der regelmäßigen, kontrollierten Atmung ist, da während der Phrasen eines Liedes ausgeatmet wird und zwischen den Phrasen ein", sagt Vickhoff. Im Fall der kontrollierten Atmung sinken Herzfrequenz oder Puls beim Ausatmen, um dann beim Einatmen wieder anzusteigen. Dies hänge damit zusammen, dass das Ausatmen den Vagusnerv aktiviere, einen Hirnnerv, der unter anderem auch an der Entstehung von Emotionen und der Kommunikation mit anderen beteiligt ist, zum Beispiel auch an der Klangfarbe, mit der wir sprechen, erläutert der Wissenschaftler. Werde dieser Nerv aktiviert, sinke die Herzfrequenz und das Herz werde verlangsamt.

HH

Das könnte Sie auch interessieren

Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Anzeige
Anzeige

Wirksame Gesichtspflege bei Rosacea

Rötungen im Gesicht können unangenehm sein. Die sebamed Forschung hat eine spezielle Pflegeserie…

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Telepharmazie

Sie suchen eine Apotheke mit Telepharmazieangebot?

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Neue Apotheken Illustrierte

Alle 14 Tage neu in Ihrer Apotheke: Die NAI ist ein Magazin, das fundiert und leicht verständlich alle Fragen rund um die Gesundheit beantwortet.

nach oben
Notdienst finden