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Herz-Kreislauf-Mittel: Merksätze fördern Therapietreue

24.01.2019

„Drei Blutdruck-Mittel soll ich jeden Tag nehmen? Da reichen bestimmt auch zwei“, denkt sich wohl so mancher Patient, der mit einem neuen Rezept vom Arzt kommt. Kurze verständliche Merksätze über Wirkung und Nutzen der Medikamente könnten motivieren, die Präparate trotzdem wie verschrieben einzunehmen.

Mit einfachen Merksätzen lässt sich die Therapietreue verbessern.
Wenn Patienten wissen, was genau ihre Medikamente bewirken, fällt die tägliche Einnahme leichter.
© Photographee.eu - Fotolia

Letztlich dienen alle Maßnahmen der vom Arzt verordneten Behandlung dazu, das Herz-Kreislauf-System vor lebensbedrohlichen Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu schützen. Das erklärten die Apotheker Steffen Schmidt und Dr. Hiltrud von der Gathen auf einer Fortbildungsveranstaltung in Schladming, Österreich. „Wenn Patienten aber im Rahmen einer Kombi-Therapie mehrere Wirkstoffe erhalten und jeder damit erklärt wird, dass er den Blutdruck senkt, könnte man sehr leicht versucht sein, die Mengen zu reduzieren“, sagte von der Gathen. Mit ernsten Folgen für die Gesundheit.

Hier helfe es, wenn der Patient nicht nur etwas über die Wirkung wisse, sondern auch über den Nutzen. Denn auch wenn die unterschiedlichen Arzneistoffe auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind, ist dieses oft nur durch eine Kombination unterschiedlich wirkender, sich jedoch sinnvoll ergänzender Substanzen zu erreichen. Aufgabe des Apothekers sei es, Wirkung und Nutzen so zu erklären, dass es der Patient verstehe.

Wie sich Wirkung und Nutzen von Herz-Kreislauf-Medikamenten umschreiben lasse, so dass auch Nicht-Mediziner es verstehen, erklärten Schmidt und von der Gathen am Beispiel der gängigsten Präparategruppen:

  • ACE-Hemmer/Sartane: Hier könne man sagen, dass die Arznei wie ein Schutzschirm vor körpereigenen Stoffen wirkt, die den Blutdruck erhöhen.
  • Calcium-Kanal-Blocker: Hierbei handelt es sich um Mittel, die Blutgefäße erweitern. Dadurch wird das Herz geschont, weil es nicht mehr so kräftig pumpen muss.
  • Betablocker: Diese sind mit einer Wärmeschutzdämmung für das Haus vergleichbar: das Herz zeigt bei Verbrauch von weniger Energie eine bessere Leistung.
  • Diuretika: Bei den von vielen Patienten als „Wassertablette“ bezeichneten Mitteln, heiße es häufig schlicht, dass sie entwässern. Betroffene sollten aber auch wissen, dass die Arznei die Wassermenge, die im Körper zirkuliert, reguliert, und dadurch das Herz zuverlässig entlastet.
  • Statine: Die Arzneimittel kontrollieren die Bildung und Verwertung von Cholesterin und schützen so die Gefäße.

HH

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