Krankheitsbild
Nasenbluten tritt oft plötzlich auf und betrifft besonders die gut durchblutete vordere Nasenpartie. Es kann einseitig oder beidseitig sein und unterschiedlich stark verlaufen. Häufig ist die Schleimhaut gereizt, trocken oder leicht verletzt. Nur selten liegt eine ernstere Ursache vor.
Symptome/Verlauf
Das Hauptsymptom ist das Austreten von Blut aus einem oder beiden Nasenlöchern. Begleitend können auftreten:
- Gefühl von Druck oder Kitzeln in der Nase
- Verstopfte Nase durch Blutgerinnsel
- Leichtes Nachbluten beim Naseputzen
- Schwindel bei stärkerem Blutverlust
Der Verlauf ist meist kurz und das Nasenbluten hört von alleine wieder auf. In manchen Fällen treten wiederholte Episoden auf. besonders bei trockener Schleimhaut oder häufigem Nasereiben.
Folgen/Komplikationen
Komplikationen sind selten. Bei sehr starkem oder wiederkehrendem Nasenbluten kann jedoch ein grösserer Blutverlust auftreten. Blut kann auch in den Rachen gelangen und Übelkeit auslösen. Wenn sich das Bluten nicht schnell stoppen lässt oder immer wiederkehrt, kann dies auf eine Grunderkrankung hinweisen, die medizinisch abgeklärt werden sollte.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind trockene Schleimhäute, mechanische Reizung oder kleine Verletzungen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Infekte der oberen Atemwege, hoher Blutdruck, warme trockene Raumluft, die Einnahme blutverdünnende Medikamente sowie Allergien und starkes Schnäuzen. Auch anatomische Besonderheiten oder chronische Entzündungen können Nasenbluten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Bedarf kann er die Blutungsquelle veröden oder kurzfristig abschwellende Präparate einsetzen.
Das kann man selbst tun: Den Kopf leicht nach vorn beugen, die Nasenflügel einige Minuten zusammendrücken und die Schleimhaut regelmässig befeuchten. Das Blut nicht schlucken, sondern aus dem Mund spucken. Grenzen sind erreicht, wenn das Bluten länger anhält, sehr stark auftritt oder immer wiederkehrt. Dann ist ärztliche Behandlung notwendig.
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.