Schnittwunden sind Verletzungen der Haut, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände entstehen und je nach Tiefe auch tieferliegendes Gewebe wie Blutgefässe, Nerven oder Sehnen betreffen können.
Schnittwunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände wie Messer, Glas, Papier oder Karton entstehen. Je nach Tiefe können sie nur die Haut betreffen oder auch tieferliegende Strukturen wie Blutgefässe, Nerven oder Sehnen verletzen. Kleinere Schnittwunden heilen problemlos ab, grössere können jedoch starke Blutungen oder ernsthafte Komplikationen verursachen.
Oberflächliche Schnittwunden bluten meist nur wenig und hören in der Regel von selbst wieder auf. Manche Schnitte können jedoch sehr stark bluten. Schmerzen treten anfangs häufig auf, lassen aber oft bald nach. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, kann es zu Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen kommen. Kleine, saubere Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Trotz der reinigenden Wirkung des ausfliessenden Blutes können sich Schnittwunden entzünden. Mögliche Komplikationen sind Infektionen. Bei starkem Blutverlust kann es zu einem Schock kommen. Bleiben Fremdkörper wie Glassplitter in der Wunde zurück, erhöht sich das Infektionsrisiko. Tiefe oder stark verschmutzte Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden, um bleibende Schäden, Funktionsverluste oder ausgeprägte Narben zu vermeiden.
Schnittwunden entstehen meist durch den Umgang mit scharfen oder scharfkantigen Gegenständen im Alltag oder Beruf. Unachtsamkeit, fehlende Sicherheitsmassnahmen oder vorhandene Gefahrenquellen erhöhen das Risiko.
Das macht der Arzt: Der Arzt beurteilt Tiefe, Ausmass und Verschmutzung der Schnittwunde. Starke Blutungen werden gestillt, Fremdkörper entfernt und mögliche Verletzungen von Nerven oder Sehnen abgeklärt. Tiefe oder klaffende Wunden sollten genäht werden. Zusätzlich wird der Tetanus -Impfstatus überprüft und bei Bedarf aufgefrischt.
Das kann man selbst tun: Eine gute Erstversorgung kann Blutverlust verringern, Infektionen vorbeugen und die Heilung fördern. Bei tiefen, stark blutenden, verschmutzten oder schmerzhaften Wunden sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Massnahmen können Ersthelfer ergreifen:
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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