Krankheitsbild
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze. Oft wird nur die obere Hautschicht verletzt. Da oft besonders viele Nervenendigungen betroffen sind, können Schürfwunden sehr schmerzhaft sein. Schürfwunden sind oft stark verschmutzt und müssen gut gereinigt werden. Ist nur die oberste Hautschicht betroffen, heilt die Wunde bei guter Wundversorgung in der Regel gut aus.
Symptome/Verlauf
Schürfwunden betreffen mitunter grössere Hautflächen, sind aber in der Regel nicht besonders tief. Dennoch verursachen sie oft starke Schmerzen. Um eine gute Heilung zu gewährleisten, muss die Wunde gut gesäubert werden. Ist dies durch Leitungswasser und vorsichtiges Abtupfen mit einem sterilen Tuch nicht möglich, sollte man einen Arzt aufsuchen, der die Wunde professionell reinigt. Sonst kann sich sie entzünden. Kleinere Wunden heilen in der Regel schnell aus. Grössere Schürfwunden sollten ärztlich versorgt werden.
Folgen/Komplikationen
Schürfwunden können sich aufgrund stärkerer Verunreinigung leicht entzünden. Eine gute Wundreinigung ist daher unerlässlich. Bei der Wundversorgung ist darauf zu achten, dass die Wunde nicht mit dem Verbandmaterial verklebt und so immer wieder aufgerissen wird. Sonst kann es eher zu Narbenbildung kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze und betreffen in den meisten Fällen Kopf und Gliedmassen. Helme und Protektoren können Kopf, Knie, Ellbogen und Hände effektiv schützen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei grossflächigen, tiefen oder stark verschmutzen Schürfwunden empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Wunde professionell säubern, desinfizieren und mit einer geeigneten Wundauflage versorgen. Auch wenn sich eine kleine Schürfwunde entzündet, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser prüft auch, ob eine Tetanusimpfung besteht.
Das kann man selbst tun: Schürfwunden sind oft verschmutzt. Sie können mit Leitungswasser oder einer speziellen Wundspüllösung gereinigt werden. Gröbere Verschmutzungen mit einem sterilen Tuch (zum Beispiel Verbandmull) entfernen, nicht mit einem Papiertuch oder Watte. Anschliessend kann man die Wunde mit einem Antiseptikum desinfizieren und mit einer Wundauflage abdecken. Damit die Wunde nicht verklebt, eignen sich feuchte Wundauflagen.Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.