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Paare teilen Risiko für Übergewicht und Diabetes

27.09.2017

Menschen mit starkem Übergewicht haben ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Ob sich das auch auf das Risiko der Ehegatten auswirkt, haben Forscher um Adam Hulman von der Universität Aarhus in Dänemark untersucht.

Paare scheinen nicht nur gleiche Interessen, sondern auch ähnliche Gesundheitsrisiken zu haben.
Paare scheinen nicht nur gleiche Interessen, sondern auch ähnliche Gesundheitsrisiken zu haben.
© Robert Kneschke - Fotolia.com

Ihrer Studie zufolge steigt das Risiko eines verheirateten Mannes über 50, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, an, wenn seine Frau extrem übergewichtig ist. Dies berichteten die Wissenschaftler auf einer Tagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Lissabon, Portugal. Nachdem die Forscher in ihren Berechnungen den Body Mass Index des Mannes berücksichtigt hatten, stieg mit jedem Plus von 5 kg/m2 beim BMI der Ehefrau, das Diabetes-Risiko des Ehemannes um 21 Prozent an. Frauen hatten dagegen kein zusätzlich erhöhtes Diabetes-Risiko, wenn ihr Ehegatte stark übergewichtig war. In einer weiteren Analyse konnten die Forscher feststellen, dass 55-Jährige oder ältere Personen, die einen Ehegatten mit Diabetes haben, über die Jahre mehr an Gewicht zunahmen als Gleichaltrige mit einem Partner ohne Diabetes.

Dass sich bei Fettleibigkeit des einen Partners das Diabetes-Risiko des anderen erhöhen kann und umgekehrt, könnte damit zusammenhängen, dass Paare oft Verhaltensweisen teilten, die zur Zuckerkrankheit führen können, so die Forscher. Dies könnten ungesunde Essgewohnheiten sein oder eine geringe körperliche Aktivität. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass es sinnvoll sein könnte, Menschen, deren Ehepartner stark übergewichtig sind, auf Diabetes hin zu untersuchen. Gleichzeitig könnten Paare, die sich Risiken teilten, gemeinsam versuchen, gesünder zu essen oder sich mehr zu bewegen. Besonders Männer könnten davon profitieren. Für ihre Arbeit hatten die Wissenschaftler Daten von über 7.000 britischen Frauen und Männern ausgewertet, die an der English Longitudinal Study of Ageing (ELSA) teilgenommen hatten.

HH

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