Periphere arterielle Verschlusskrankheit

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  15.04.2026 00:00 Uhr

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine Durchblutungsstörung der Arme oder Beine. Ursache ist meist eine Verengung der Schlagadern durch Ablagerungen. Dadurch gelangt zu wenig sauerstoffreiches Blut in die Muskeln, was vor allem beim Gehen Schmerzen verursachen kann.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind vor allem die Beinarterien betroffen. Die Gefässe werden enger und weniger elastisch. Anfangs treten Beschwerden nur bei Belastung auf später auch in Ruhe. Viele Betroffene bemerken die Erkrankung erst spät.

Symptome/Verlauf

Typisch sind Schmerzen oder ein starkes Spannungsgefühl in den Beinen beim Gehen, die nach kurzer Pause, also im Stehen, oft wieder nachlassen. Im Verlauf können weitere Beschwerden auftreten. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Schmerzen in Waden, Oberschenkeln oder Gesäss
  • Kalte, blasse oder schlecht heilende Füsse
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Schmerzen in Ruhe, besonders nachts

Unbehandelt schreitet die Erkrankung meist fort. Die Gehstrecke wird kürzer und das Risiko für schwere Durchblutungsstörungen steigt.

Folgen/Komplikationen

Schwere Formen können zu schlecht heilenden Wunden und offenen Stellen führen. Im Extremfall droht ein Absterben von Gewebe. Ausserdem ist die Erkrankung ein Zeichen für eine allgemeine Gefässerkrankung, wodurch auch Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlicher werden.

Ursachen/Risikofaktoren

Hauptursache sind Ablagerungen in den Arterien. Zu den wichtigen Risikofaktoren gehören Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck und erhöhte Blutfette. Auch Bewegungsmangel und höheres Lebensalter erhöhen das Risiko deutlich.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er stellt die Diagnose, indem er die Durchblutung der betroffenen Gefässe überprüft. Zur Behandlung gehören Gehtraining sowie Arzneimittel aus den Gruppen Thrombozytenhemmung, Blutdrucksenker und Fettstoffwechselmedikamente.
Das kann man selbst tun: Rauchstopp, regelmässige Bewegung und gesunde Ernährung tragen zur Behandlung bei. Bei zunehmenden Schmerzen, Wunden oder Schmerzen in Ruhe ist Selbsthilfe nicht mehr ausreichend und ärztliche Behandlung dringend nötig.

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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