Licht beeinflusst unseren Schlaf stärker, als viele denken. Schon kleine Lichtquellen – etwa Straßenlaternen oder elektronische Geräte – können das Einschlafen erschweren. Eine Schlafmaske deckt die Augen ab und hilft, eine möglichst dunkle Umgebung zu schaffen. „Eine sichere, ruhige Umgebung ist wichtig für eine erholsame Nacht; Licht auszuschließen, gehört dazu,“ erklärt Schlafexperte Dr. Samuel Gurevich von der Cleveland Clinic. „Schlafmasken können helfen, besonders, wenn die normale Schlafenszeit tagsüber ist.“ Weil Schlafmasken Schlafunterbrechungen durch Licht reduzieren helfen können, können sie auch zu besserer Schlafqualität und tieferem Schlaf beitragen.
Für wen eine Schlafmaske besonders hilfreich sein kann
Eine Schlafmaske kann vor allem dann nützlich sein, wenn Licht den Schlaf stört. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn man:
- im Schichtdienst arbeitet und tagsüber schläft
- keine Verdunkelungsvorhänge hat
- Einschlafprobleme hat
- in der Nähe von Straßenlaternen schläft oder früh morgens Sonnenlicht im Schlafzimmer hat
- viel reist und in ungewohnten Schlafumgebungen mit viel Ambiente-Beleuchtung übernachtet
Teil einer entspannenden Abendroutine
Die wissenschaftliche Studienlage, so die Cleveland Clinic, sei allerdings begrenzt. Der Schlafexperte betont aber: „Die Schlafmaske anzuziehen, kann Teil eines Rituals sein, das das Gehirn konditioniert.“ Er erklärt weiter: „Diese Routine sagt dem Gehirn: Es ist Zeit zum Abschalten und zum Schlafen.“
Langfristig ist guter Schlaf für die Gesundheit wichtig. „Langzeit-Vorteile von gutem, gesundem Schlaf beinhalten auch ein geringeres Risiko für Herz-Gefäß-Krankheiten und Schlaganfall,“ ergänzt er. „Schlaf ist einer der unbesungenen Helden der Gesundheit.“
Welche Schlafmasken es gibt
Schlafmasken sind in unterschiedlichen Materialien und Varianten erhältlich. Dazu gehören zum Beispiel:
- Seidenmasken, die besonders weich und leicht sind
- Gewichtete Masken, die sanften Druck ausüben
- Kühlende Masken, die sich angenehm frisch anfühlen
- Wärmende Masken, die die Augenpartie entspannen können
Die passende Schlafmaske finden
Die beste Schlafmaske ist vor allem die, die sich angenehm anfühlt. Wichtig ist, dass sie gut sitzt, nicht drückt und Licht zuverlässig abschirmt. Dr. Gurevich rät: „Konzentrieren Sie sich darauf, was sich am besten anfühlt statt darauf, was am besten aussieht. So finden Sie die richtige Schlafmaske.“ Dennoch gilt: Schlafmasken sind kein Allheilmittel bei Schlafproblemen. Wer dauerhaft schlecht schläft, sollte ärztlichen Rat einholen.
Quelle: Cleveland Clinic