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Blutvergiftung: Bessere Überlebenschance mit Vitamin C

02.10.2019

Eine Blutvergiftung ist eine schwere Erkrankung, die tödlich verlaufen kann. Forscher der Virginia Commonwealth University in den USA haben nun herausgefunden, dass Patienten, die während ihres Klinikaufenthalts intravenös Vitamin C erhalten, eine höhere Chance haben, die Infektion zu überleben.

Eine Sepsis lässt sich durch die Gabe von hochdosiertem Vitamin C besser therapieren.
Hochdosiertes Vitamin C, das unter anderem in Zitrusfrüchten steckt, könnte sich positiv auf den Verlauf einer Sepsis auswirken.
© Bruna Branco, Unsplash

Bei einer Sepsis gelangen Krankheitserreger oder deren Giftstoffe in den Blutkreislauf und können Organe befallen. Wird die Krankheit nicht früh genug erkannt und behandelt, kann sie zu Gewebeschäden, Organversagen und zum Tod führen.

In einer neuen Studie wurde nun untersucht, ob sich hochdosiertes Vitamin C positiv auf den Verlauf einer Blutvergiftung auswirkt. Die Ergebnisse klingen zunächst ernüchternd, denn es zeigte sich, dass Vitamin C keine positiven Auswirkungen auf die Funktion der Organe oder Entzündungsmarker im Blut der 167 untersuchten Studienteilnehmer hatte. Gleichzeitig stellte sich jedoch heraus, dass die Patienten, die zusätzlich zu ihrer Therapie intravenös Vitamin C erhielten, mit höherer Wahrscheinlichkeit überlebten: Innerhalb von 28 Tagen sank die Sterberate von 46 Prozent in der Placebo-Gruppe auf 30 Prozent bei der Vitamin-C-Gruppe. Das berichten die Forscher im Fachblatt Journal of the American Medical Association.

“Wir haben möglicherweise eine lebensrettende Therapie gefunden”, sagt Studienautor Alpha A. Berry Fowler. Zudem trug die Gabe von Vitamin C dazu bei, dass sich die Patienten deutlich schneller von der Infektion erholten: Durchschnittlich konnten sie drei Tage früher die Intensivstation verlassen und wurden eine Woche früher aus dem Krankenhaus entlassen als Patienten, die keine Vitamin-C-Injektionen erhielten.

Sepsis ist eine der häufigsten Todesursachen in amerikanischen Krankenhäusern und jährlich für etwa 300.000 Todesfälle verantwortlich. Die Krankheit ist ein Notfall und muss umgehend behandelt werden. Wer folgende Warnzeichen bei sich selbst oder einer anderen Person feststellt, sollte umgehend den Rettungsdienst unter 112 alarmieren.

NK

10.1001/jama.2019.11825

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