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Töchter sind die bessere Altersvorsorge als Söhne

21.08.2014

Eltern sind im Alter besser dran, wenn sie Töchter haben. Eine neue US-Studie zeigt, dass erwachsene Frauen eher bereit sind, ihre Eltern im Alter zu pflegen und zu betreuen. Söhne neigen hingegen dazu, so wenig wie möglich und gerade so viel wie nötig zu tun, wenn es um die Betreuung der Eltern geht.

Parkszene: Attraktive, grauhaarige Frau im Rollstuhl mit 2 Krücken über die Knie gelegt, wird von hinten von blonder Tochter umarmt.
Töchter opfern eher Zeit und Geld, um sich um pflegebedürftige Familienmitglieder zu kümmern.
© Robert Kneschke - Fotolia

Laut den Studienergebnissen investieren Töchter im Durchschnitt 12,3 Stunden pro Monat, um sich um ihre alten Eltern zu kümmern, während es bei Söhnen nur 5,6 Stunden sind. "Mit anderen Worten, Töchter verwenden doppelt so viel Zeit dafür, ihre pflegebedürftigen Eltern zu unterstützen als Söhne", so Studienautorin Angelina Grigoryeya von der Princeton University in New Jersey, USA. Wieviel Söhne bei der Pflege der Eltern helfen, ist abhängig von der An- oder Abwesenheit anderer möglicher Helfer, wie eben Schwestern oder aber Ehepartner der Eltern. Söhne reduzieren ihre Bemühungen um die Eltern, wenn sie eine Schwester haben. Töchter dagegen verdoppeln ihre Bemühungen, wenn sie einen Bruder haben. Das deutet darauf hin, dass Söhne ihren Teil der Verantwortung an ihre Schwestern abgeben.

Dies habe weitreichende Konsequenzen, gibt Grigoryeya zu bedenken. "Viele Studien berichten von psychischen und körperlichen Folgen, sowie einer höheren Sterblichkeitsrate für Menschen, die Familienmitglieder pflegen", so die Studienautorin. Oft haben sie Probleme, Pflege und Arbeit unter einen Hut zu bekommen, mit dem Ergebnis, dass sie ihre berufliche Karriere opfern und weniger verdienen. Gleichzeitig entstehen aber Pflegekosten, die ein weiteres Loch in die Kassen reißen. Frühere Forschungen hätten zudem gezeigt, dass Frauen mehr unter den negativen Konsequenzen zu leiden haben als Söhne. "Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Gesundheit und Einkommen", warnt Grigoryeya.

JW

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