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Wie lässt sich Prostatakrebs am besten behandeln?

24.03.2017

Geht es um die Behandlung von Prostatakrebs, haben Männer heute verschiedene Optionen, die ähnlich gut wirken, aber unterschiedliche Auswirkungen auf die Lebensqualität haben können. US-Forscher haben daher die Nebenwirkungen moderner Therapien genauer ins Visier genommen, um Betroffene bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Prostatakrebs lässt sich auf verschiedene Weise behandeln.
Für die Behandlung von Prostatakrebs gibt es verschiedene Möglichkeiten.
© rocketclips - Fotolia.com

Die Wissenschaftler hatten folgende vier der heute gängigen Strategien zur Behandlung von Prostatakrebs im Anfangsstadium unter die Lupe genommen:

  • die Prostatektomie, bei der die Vorsteherdrüse oder Teile davon durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden,
  • die externe Strahlentherapie, bei der von außen durch die Haut bestrahlt wird,
  • die Brachytherapie, bei der eine radioaktive Strahlenquelle, zum Beispiel in Form von kleinen Stiften, in die Prostata eingebracht wird,
  • aktives Überwachen.
  • die Prostatektomie, bei der die Vorsteherdrüse oder Teile davon durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden,
  • die externe Strahlentherapie, bei der von außen durch die Haut bestrahlt wird,
  • die Brachytherapie, bei der eine radioaktive Strahlenquelle, zum Beispiel in Form von kleinen Stiften, in die Prostata eingebracht wird,
  • und aktives Überwachen.

Wie eine Befragung von über 1.100 Männern zeigte, kam es bei der Prostatektomie häufiger zu einer Störung der sexuellen Funktion sowie zu unbeabsichtigtem Harnabgang. 57 Prozent der Männer hatten nach diesem operativen Eingriff Probleme beim Sex. Nur 27 Prozent berichteten von solchen Problemen nach einer externen Bestrahlung, 34 Prozent nach einer Brachytherapie und 25 Prozent unter aktiver Überwachung. Trotz moderner Operationsverfahren blieben sexuelle Dysfunktionen und Harninkontinenz zwei Nebenwirkungen, die durch eine Operation verursacht werden könnten, sagt Dr. Ronald C. Chen von der University of North Carolina.

Unter der externen Strahlentherapie und der Brachytherapie kam es häufiger kurzzeitig zu einer Verengung der Harnwege und Reizungen, während die externe Strahlentherapie noch zusätzlich häufiger zu Darmproblemen führte. Bei Männern, die sich für aktives Überwachen entschieden hatten, traten mit der Zeit Harnwegsprobleme und sexuelle Probleme auf. Für manche vielleicht überraschend sei das Ergebnis, dass die Lebensqualität von Männern, die sich einer externen Strahlentherapie oder eine Brachytherapie unterzogen hatten, nach zwei Jahren ähnlich gut gewesen sei wie bei einer aktiven Überwachung.

HH

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