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Hühneraugen/Schwielen

Was ist das? - Definition
Hühneraugen sind schmerzhafte, meist runde Verdickungen der Haut, die vor allem an den Füssen entstehen. Sie entwickeln sich durch anhaltenden Druck oder Reibung, häufig aus zunächst harmlosen Schwielen. Dabei wächst verhornte Haut zapfenförmig in tiefere Hautschichten hinein und kann beim Gehen oder Stehen deutliche Schmerzen verursachen.



Krankheitsbild
Schwielen sind Bereiche der Haut, an denen sich durch Druck oder starke in Inanspruchnahme vermehrt Hornhaut bildet. Ein Hühnerauge ist eine schmerzhafte, meist runde Verhornung der Haut, die am häufigsten an den Füssen - vor allem an der Sohle oder an den Zehen - auftritt. Hühneraugen entstehen an Stellen, die regelmässig Druck und Reibung ausgesetzt sind. Bleibt der Druck bestehen, kann die Verdickung tiefer in die Haut eindringen und zu einem Hühnerauge mit einem festen, kegel- oder dornartigen Kern in der Mitte werden. Hühneraugen sind meist gelblich-beige und von erhöhter Hornschicht umgeben. Sie können sehr schmerzhaft sein.

Symptome/Verlauf
Schwielen entstehen oft an Füssen oder Händen, wo die Haut erhöhtem Druck ausgesetzt ist. Zum Schutz bildet der Körper hier vermehrt Hornhaut (Hyperkeratose). Es entsteht eine harte, leicht erhabene Stelle ohne grosse Beschwerden. Bleibt der Druck an einer Stelle dauerhaft bestehen, beispielsweise durch eine Fussfehlstellung oder schlechtsitzendes Schuhwerk, kann ein Hühnerauge (Clavus) entstehen. Hierbei wächst die Hornhaut zapfenförmig in tiefere Hautschichten hinein. Der Hornzapfen kann starke Schmerzen verursachen, wenn er auf tiefere Nervenendigungen trifft. Die Schmerzen treten vor allem bei Belastung auf, etwa beim Gehen oder Stehen. In manchen Fällen kann es unter einem Hühnerauge zu entzündlichen Reaktionen im tieferliegenden Gewebe kommen. Wird die Druckbelastung beseitigt, kann sich ein Hühnerauge wieder zurückbilden. Erfolgt dies nicht, wächst die Hornmasse mitunter weiter und die Schmerzen verstärken sich.

Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Hühnerauge unbehandelt, kann der anhaltende Druck zu starken Schmerzen und lokal entzündlichen Reaktionen führen. Vor allem bei Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Erkrankungen wie Diabetes kann die Haut leichter verletzt werden, und die Gefahr für Hautschäden oder Infektionen steigt.

Ursachen/Risikofaktoren
Hühneraugen entstehen durch wiederkehrenden Druck oder anhaltende Reibung auf einer Stelle der Haut. Häufig sind schlechtsitzende oder enge Schuhe der Auslöser, die die Haut besonders an knöchernen Vorsprüngen belasten. Auch Fussfehlstellungen oder Gelenkprobleme können dafür sorgen, dass bestimmte Bereiche stärker belastet werden und sich dort Schwielen und später Hühneraugen bilden. Hühneraugen treten häufiger bei Menschen auf, bei denen sich mit zunehmendem Alter Druckbelastungen oder Fehlstellungen verstärken.

Das kann helfen
Das macht der Arzt: Besonders bei tiefen oder entzündeten Hühneraugen, bei Schmerzen trotz Selbstmassnahmen oder bei erhöhtem Risiko durch Diabetes oder Durchblutungsstörungen ist eine professionelle Behandlung sinnvoll. Ärztinnen und Ärzte können zudem gegebenenfalls Empfehlungen zu Einlagen, orthopädischer Versorgung oder zur Anpassung von Schuhwerk geben, um weitere Probleme zu vermeiden.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist vor allem, die Ursachen zu beseitigen, also den Druck und die Reibung auf die betroffene Stelle zu verringern. Das gelingt in vielen Fällen durch bequemere, gut passende Schuhe, die nicht drücken oder reiben. Hilfreich ist es auch, die Hornhaut durch regelmässiges Weichen in Wasser und vorsichtiges Entfernen mit einem Bimsstein abzutragen. Allerdings sollte man unbedingt auf scharfe oder spitze Werkzeuge verzichten, um Verletzungen zu vermeiden. Auch spezielle Hühneraugenpflaster oder Mittel zum Aufpinseln können helfen. Druckentlastende Polster, Einlagen oder Schutzringe können zusätzlich den Druck umlenken und Beschwerden lindern. Hühneraugen bilden sich oft von selbst zurück, wenn der belastende Reiz beseitigt wird.


Bearbeitungsstand: 20.03.2026

Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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