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Hexenschuss

Was ist das? - Definition
Ein Hexenschuss ist ein plötzlich einschiessender starker Schmerz im unteren Rücken. Er entsteht meist durch eine akute Reizung von Muskeln, Gelenken oder Nerven im Bereich der Lendenwirbelsäule und führt oft zu einer schmerzbedingten Bewegungseinschränkung.



Krankheitsbild
Ein Hexenschuss tritt meist ohne Vorwarnung auf und zeigt sich als stechender Schmerz im unteren Rücken. Häufig kommt es nach einer ruckartigen Bewegung oder beim Bücken zu einer abrupten Blockade im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Betroffenen nehmen oft eine Schonhaltung ein und können sich nur eingeschränkt bewegen.

Symptome Verlauf
Typisch ist ein plötzlich einsetzender Schmerz im Kreuz, der manchmal in Gesäss oder Beine ausstrahlt. Die Beschwerden verstärken sich bei Bewegung und lassen in Ruhe etwas nach. Der Verlauf ist in der Regel gutartig und bessert sich innerhalb weniger Tage bis Wochen. Typische Merkmale sind:

  • starke Schmerzen im unteren Rücken
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • verspannte Muskulatur
  • mögliche Ausstrahlung in Beine oder Gesäss


Folgen Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt ein Hexenschuss ohne ernste Folgen. Komplikationen treten selten auf. Wenn jedoch Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Probleme beim Wasserlassen auftreten, kann eine ernste Ursache wie ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Dann ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig.

Ursachen Risikofaktoren
Ein Hexenschuss entsteht häufig durch verspannte oder überlastete Muskeln, blockierte Wirbelgelenke oder gereizte Nerven. Auch eine ungünstige Körperhaltung oder schwache Rumpfmuskulatur kann das Risiko erhöhen. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, schweres Heben, Stress und altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule.

Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er empfiehlt in der Regel Wärmeanwendungen, angepasste Bewegungsübungen und bei Bedarf Schmerzmittel. Auch pflanzliche Präparate, etwa in Form von Salben, kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Leichte Bewegung, Wärmeanwendungen und vorsichtige Entspannungstechniken nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Ausstrahlung, Taubheit, Lähmungen oder Probleme mit Blase oder Darm auftreten. Dann ist sofort ärztliche Hilfe nötig.


Bearbeitungsstand: 09.01.2026

Quellenangaben:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Datenbank enthält keine homöopathischen und anthroposophischen Arzneimittel.

 

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