Anstrengungsasthma
Was ist das? - Definition
Anstrengungsasthma ist eine Form von Asthma, bei der körperliche Belastung wie Sport oder schnelles Gehen zu Atemnot führt. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf die Anstrengung und verengen sich vorübergehend. Das führt zu typischen Beschwerden wie Husten, Keuchen oder Kurzatmigkeit. Die Symptome treten meist kurz nach Beginn oder am Ende der Belastung auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Krankheitsbild
Beim Anstrengungsasthma handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des Asthma bronchiale. Die Beschwerden treten vor allem bei körperlicher Aktivität auf. Die Atemwege reagieren dann besonders empfindlich auf Reize wie kalte Luft oder trockene Umgebung. Während der Belastung kommt es zu einer Verengung der Bronchien, was das Atmen erschwert. Die Symptome treten in der Regel vorübergehend auf, können aber die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Anstrengungsasthma sind Beschwerden, die während oder kurz nach körperlicher Aktivität auftreten. Hierzu zählen:
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Schnelle Ermüdung bei Belastung
Die Symptome beginnen meist wenige Minuten nach Beginn der Aktivität oder direkt danach. Sie klingen oft innerhalb von 30 Minuten wieder ab. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden auch erst nach dem Sport auf. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen haben nur gelegentlich Beschwerden, andere reagieren regelmässig auf körperliche Belastung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandeltes Anstrengungsasthma kann dazu führen, dass Betroffene körperliche Aktivitäten meiden. Das kann langfristig zu Bewegungsmangel und eingeschränkter Fitness führen. In seltenen Fällen kann es zu schweren Atemnotanfällen kommen, die ärztlich behandelt werden müssen. Auch die psychische Belastung durch die Angst vor Symptomen kann eine Rolle spielen. Bei Kindern kann sich das Krankheitsbild auf die Entwicklung und Teilnahme am Sportunterricht auswirken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Belastung. Vorbestehendes Asthma bronchiales, Allergien/Heuschnupfen. kalte oder trockene Luft und Luftverschmutzung oder Rauch fördern das Auftreten. Auch Infekte der Atemwege und intensive körperliche Belastung steigern das Risiko. Zudem scheinen genetische Faktoren, also eine familiäre Belastung, eine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen, besonders wenn sie bereits an allergischen Erkrankungen leiden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch spezielle Tests feststellen, ob es sich um Anstrengungsasthma handelt. Zur Behandlung werden meist Medikamente aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Bronchien erweitern. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortikosteroide können sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Sportarten wählen, die weniger belasten, etwa Schwimmen, Walking oder "normales" Radfahren. Zudem möglichst kalte Luft beim Einatmen vermeiden und die Medikamente wie verordnet anwenden. Grenzen der Eigentherapie sind erreicht, wenn die Beschwerden trotz Massnahmen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Bei schwerer Atemnot oder häufigen Anfällen sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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