Gesund leben

Bio: Bei Milch und Fleisch gibt es Unterschiede

16.02.2016

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Bio-Produkte kaufen. Noch längst nicht geklärt ist jedoch die Frage, ob „bio“ auch gesünder ist. Bei Fleisch und Milch fanden Forscher jetzt erstmals deutliche Unterschiede bei den Inhaltsstoffen.

Forscher wollten herausfinden, ob Bio-Lebensmittel gesünder sind.
Bio-Milch und Fleisch enthalten mehr gesunde Inhaltsstoffe als konventionell hergestellte Lebensmittel.
© pixs4u - Fotolia.com

Wie die Forscher in der Fachzeitschrift British Journal of Nutrition berichten, betrafen diese Unterschiede insbesondere die Fettzusammensetzung. Für ihre Arbeit hatten sie Daten aus der ganzen Welt analysiert, darunter 196 Studien zu Milch. Das Ergebnis: Sowohl Milch als auch Fleisch aus biologischer Landwirtschaft enthalten um 50 Prozent mehr nützliche Omega-3-Fettsäuren als konventionell hergestellte Produkte. Dies sei insofern von Bedeutung, weil Omega-3-Fettsäuren mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer besseren Hirnfunktion und einer besseren Immunabwehr in Verbindung gebracht werden, sagt Chris Seal, Professor an der Newcastle University in Großbritannien. Ein Wechsel von konventionellen zu Bio-Produkten würde die Aufnahme dieser Fettsäuren anheben, ohne dass sich dadurch die Menge an Kalorien oder der unerwünschten gesättigten Fettsäuren verändern würde. Während zum Beispiel ein halber Liter Bio-Vollmilch 39 Milligramm der langkettigen Omega-3-Fettsäuren enthalte, steckten in der gleichen Menge konventioneller Vollmilch 25 Milligramm.

Zudem enthielt die untersuchte Bio-Milch 40 Prozent mehr konjugierte Linolsäure, die anderen Studien zufolge Fettgewebe ab- und Muskeln aufbauen könne. Leicht höher scheinen zudem die Mengen für Eisen, Vitamin E und einige Karotinoide zu sein. Außerdem lagen die Werte für Jod um 74 Prozent höher. Weitere Studien seien nun nötig, um mehr über die Zusammensetzung des Fleischs verschiedener Nutztiere und über Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralien aber auch Giftstoffe und Pestizidrückstände zu erfahren, so die Forscher. Derzeit gebe es zu wenige Daten, um einen Vergleich ziehen zu können.

HH

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