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Ermüdungsbruch: Wenn es dem Knochen zu viel wird

23.03.2015

Bei unerklärlichen Schmerzen von Fuß, Ferse oder Schienbein könnte ein Ermüdungsbruch die Ursache sein. Dieser entsteht, wenn Knochen dauerhaft überlastet werden. Beim einen kann dies durch intensives Lauftraining geschehen, beim anderen schon durch die normale Alltagsbelastung.

Paar um die 60 auf Frühlingswiese beim Spazierengehen, unter ihnen Wald und ein See
Manchmal kann schon normale körperliche Belastung zu einem Ermüdungsbruch führen.
© Patrizia Tilly - Fotolia

Ein Ermüdungsbruch, auch Stressfraktur genannt, ist keine Knochenfraktur im klassischen Sinne, bei der ein Knochen an- oder durchbricht. Es handelt sich vielmehr um feine Risse im Knochen, die durch eine dauerhafte Über- oder Fehlbelastung entstehen. Davon kann im Prinzip jeder Knochen betroffen sein, häufiger trifft es jedoch Ferse, Mittelfußknochen, Schien- oder Wadenbein. Bei Sportlern, wie beispielsweise Langstreckenläufern oder Tennisspielern, kann ein Ermüdungsbruch die Folge von zu langem oder intensivem Training oder einer abrupten Trainingsumstellung sein. Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter verursacht dagegen manchmal schon eine normale Belastung eine Stressfraktur, zum Beispiel wenn die Knochen durch eine Erkrankung wie Osteoporose nicht mehr so stabil sind. Auch durch die Wechseljahre soll sich das Risiko erhöhen.

Erste Warnzeichen eines Ermüdungsbruchs können Schwierigkeiten beim Gehen sein, wobei Schmerzen anfangs oft nur bei Belastung auftreten. Ein Hinweis kann zudem sein, wenn ein lokaler Druck auf den Knochen Schmerzen auslöst oder wenn der betroffene Bereich gerötet und geschwollen ist. Wer einen Ermüdungsbruch bei sich vermutet, sollte einen Arzt aufsuchen, da auch diese Form des Knochenbruchs behandelt werden muss. Sie zu erkennen ist allerdings auch für Fachleute oft nicht ganz einfach, da die feinen Risse im Röntgenbild am Anfang meist noch nicht zu sehen sind. Weitere Diagnosemittel sind zum Beispiel die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie oder eine sogenannte Skelettszintigraphie. Die Therapie besteht vor allem in einer Entlastung und Ruhigstellung des betroffenen Knochens, wobei für den Heilungsprozess ungefähr vier bis sechs Wochen gerechnet werden.

HH

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