Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, sind gutartige Wucherungen im Genital oder Analbereich, die durch bestimmte Erreger, sogenannte humane Papillomviren, verursacht werden. Sie sind ansteckend, verlaufen meist harmlos, können aber körperlich und seelisch sehr belastend sein.
Feigwarzen entstehen durch eine Infektion der Haut oder Schleimhaut mit bestimmten Virustypen, sogenannten humanen Papillomviren. Die Warzen können einzeln oder in Gruppen auftreten. Sie sind oft weich, hautfarben oder leicht gerötet. Manche bleiben sehr klein, andere wachsen zu grösseren flachen oder blumenkohlartigen Gebilden zusammen. Viele Betroffene bemerken sie zunächst nicht, da sie meist keine Schmerzen verursachen. Sichtbar werden sie häufig erst, wenn sie wachsen, sich vermehren oder stören.
Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen und sich entwickeln. Typische Merkmale sind:
Der Verlauf ist oft schubweise. Manche Warzen verschwinden von selbst, andere bleiben bestehen oder breiten sich weiter aus. Ohne Behandlung können sie grösser werden, dichter stehen oder neue Bereiche befallen.
Feigwarzen sind zwar gutartig, können aber stark verunsichern und die Sexualität beeinträchtigen. Bei ausgeprägtem Befall kann es zu Schmerzen, Reizungen oder Problemen beim Geschlechtsverkehr kommen. In seltenen Fällen können sich Warzen entzünden, nässen oder immer wiederkehren. Die verursachenden Viren können im Körper verbleiben, auch wenn die sichtbaren Veränderungen verschwinden.
Die Ansteckung erfolgt meist durch engen Hautkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr. Risikofaktoren sind häufig wechselnde Partner, ungeschützter Verkehr, eine geschwächte Abwehrlage oder bereits gereizte Schleimhäute. Manche Menschen tragen die Viren ohne sichtbare Warzen zu entwickeln, können sie aber dennoch weitergeben.
Das macht der Arzt: Er entfernt die Warzen zum Beispiel durch Vereisung, Verödung oder er nutzt bestimmte Lösungen und Cremes dafür.
Das kann man selbst tun: Auf eine schonende Intimhygiene achten, Reizungen im Genitalbereich vermeiden und bei Sexualkontakten Kondome verwenden. Grenzen bestehen, wenn die Warzen wachsen, Beschwerden verursachen, bluten oder immer wiederkehren. Dann ist ärztliche Behandlung notwendig. Medikamente sollten nur nach fachlicher Vorgabe eingesetzt werden.
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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