Fernsehen macht krank

Menschen, die viel Zeit vor dem Fernseher verbringen, haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen frühen Tod.

Mann vor Fernseher
Mehr als zwei Stunden Fernsehen pro Tag erhöht das Risiko für ein frühes Ableben.
© DAK

Zu diesem Schluss kamen Forscher von der amerikanischen Harvard School of Public Health (HSPH) in einer aktuellen Studie. Sie erkannten, dass schon ein TV-Konsum von mehr als zwei Stunden täglich, das Risiko frühzeitig zu sterben, um 13 Prozent steigert. Die Wahrscheinlichkeit durch zwei Stunden Fernsehen pro Tag an Typ-2-Diabetes zu erkranken war sogar um 20 Prozent erhöht.

Der Zusammenhang liegt auf der Hand: Wer viel vorm Fernseher sitzt, bewegt sich weniger. Das rächt sich, denn mangelnde Bewegung bedingt Fettleibigkeit. Und die begünstigt die Entstehung eines Diabetes vom Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Wissenschaftler stellten auch fest: Es nütze nichts, nur mehr Sport zu treiben, man müsse auch ausdrücklich auf die Gefahren ausgedehnten Fernsehens hinweisen.

Menschen rund um den Globus verbringen einen Großteil ihrer Freizeit vor dem Fernseher. Doch nicht jeder schaut gleich lang in die Röhre. Europäer sehen im Durchschnitt 40 Prozent ihrer täglichen Freizeit fern. Und das ist noch die gute Botschaft. Denn bei den Australiern sind es mit vier Stunden täglich rund 50 Prozent der frei verfügbaren Zeit. Getoppt wird das noch von den US-Amerikanern, die rund fünf Stunden täglich TV gucken.

HSPH/FH

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