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Gehirnerschütterung: Beim Kopfball nicht blinzeln!

23.01.2017

Immer mehr Mädchen und Frauen spielen Fußball – und müssen sich daher auch mit für Fußball typischen Verletzungen herumschlagen. Forscher gingen jetzt der Frage nach, warum Frauen beim Köpfen offenbar häufiger eine Gehirnerschütterung erleiden als Männer. Sie stellten die These auf, dass ein Augentraining die Verletzungsgefahr vielleicht senken könnte.

Viele Frauen spielen heutzutage Fußball. Dabei ist das Verletzungsrisiko für sie teils höher als das von Männern.
Viele Frauen spielen heutzutage Fußball. Dabei ist das Verletzungsrisiko für sie teils höher als das von Männern.
© Monkey Business - Fotolia.com

„Aktuelle Erkenntnisse belegen, dass weibliche Highschool-Schüler, die Fußball spielen, häufiger Gehirnerschütterungen haben als männliche“, sagt Professor Joe Clark von der University of Cincinnati, USA. Dies werde oft Geschlechterunterschieden in Bezug auf Körperbau oder der Kraft der Nackenmuskulatur zugeschrieben. Ihre Studie deute nun darauf hin, dass andere Verhaltensweisen, wie die Wahrnehmung des Spielfeldes, ebenfalls zu der höheren Rate von Gehirnerschütterungen beitragen könnten, so Clark. Er und sein Team konnten anhand von Fotografien belegen, dass Fußballspielerinnen während des Spiels bei Kopfbällen häufiger die Augen geschlossen hatten als männliche Fußballspieler. Dies traf auf 90,6 Prozent der 170 weiblichen Fußballspieler zu, dagegen nur auf 79 Prozent der 170 männlichen Fußballspieler.

Diese Ergebnisse, die als erster Teil der Studie online im Fachblatt Medical Hypothesis veröffentlicht wurden, seien ein erster Schritt, um festzustellen, ob eine schlechtere visuelle Wahrnehmung für das höhere Verletzungsrisiko von Fußballspielerinnen verantwortlich sein könnte, so die Forscher. Sollte sich dies bewahrheiten, könnte vielleicht ein Augentraining helfen, die Kopfball-Risiken zu mindern. Mit Hilfe von Training sei es möglich, den Schreckreflex, das Blinzeln oder das Schließen der Augen vor einer wahrgenommenen Gefahr zu unterdrücken, erläutert Clarc. Es sei denkbar, dass eine bessere „Augendisziplin“, die dabei hilft, Ball und Gegner vor dem Ballkontakt wahrzunehmen und den Umgang mit dem Ball zu kontrollieren, möglicherweise das Risiko von Gehirnerschütterungen beim Köpfen abmildern könnte.

HH

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