Brustkrebs

Unter Brustkrebs versteht man einen Tumor der Brustdrüse. Er ist mit einem Anteil von knapp 30 Prozent der häufigste bösartige Tumor der Frau.

Was ist das? – Definition

Unter Brustkrebs (lat. Mammakarzinom) versteht man einen Tumor der Brustdrüse. Er ist mit einem Anteil von knapp 30 Prozent der häufigste bösartige Tumor der Frau. Am häufigsten erkranken Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr.

Auch Männer erkranken an Brustkrebs, allerdings deutlich seltener: Nur etwa jede hundertste Brustkrebserkrankung tritt bei einem Mann auf.

Durchschnittlich erkranken in Deutschland pro Jahr rund 170 Personen pro 100.000 Einwohner. Das entspricht rund 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Die Sterblichkeit bei Brustkrebs liegt bei durchschnittlich 30 Prozent. Sie ist hierzulande rückläufig, während die Zahl der Neuerkrankungen steigt.

Warum Linkshänderinnen häufiger erkranken als Rechtshänderinnen, ist bisher nicht geklärt. Darüber hinaus ist außerdem die linke Brust häufiger betroffen als die rechte. Auch hierfür kennt die Wissenschaft die Gründe noch nicht.

Was ist das? - Definition
Durch übermäßige Wärme- beziehungsweise Hitzeeinwirkung auf die Haut werden Zellen zunächst an der Oberfläche, später auch tiefer im Gewebe zerstört. Das kann durch direkte Einwirkung, wie Flammen, Strahlung, Reibung, Strom, (Verbrennung) oder durch heiße Flüssigkeiten oder Dämpfe geschehen (Verbrühung).

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen und deren Vermeidung
Die meisten Verbrennungen oder Verbrühungen geschehen durch Unachtsamkeit oder Unfälle. Insbesondere Kinder sind sich der potenziellen Gefahren nicht bewusst.
Konsequente Unfallprophylaxe, wie Sicherung der Steckdosen, Kochherde, Wegsperren von Streichhölzern und Feuerzeugen und wiederholte Aufklärung sind der beste Schutz.

Wie sieht es aus? - Symptome und Merkmale
Verbrennungen und Verbrühungen werden in Grade und nach der Größe des betroffenen Areals in Prozent der Körperoberfläche eingeteilt. Nach den ersten Sekunden folgen heftigste Schmerzen (erster und zweiter Grad) oder relative Schmerzlosigkeit (dritter und vierter Grad). Unter Umständen riecht man verbrannte Haare oder Fleisch. Die Haut an dem und um das verbrannte oder verbrühte Hautareal färbt sich rot, es bildet sich eine Schwellung (erster Grad). Werden tiefere Hautschichten geschädigt, kommt es zur Bildung von Blasen (zweiter Grad). Hält die Hitzeeinwirkung an, wird Hautgewebe komplett zerstört, es bilden sich grau-weiße Krusten toten Hautgewebes (Nekrosen). Kennzeichen dieses dritten Grades ist das relative Fehlen von Schmerzen, da Nervenenden zerstört sind. Ist nicht nur die Haut sondern sind auch noch tieferliegende Strukturen wie Muskeln, Bänder oder Organe geschädigt oder zerstört, spricht man von einer Verbrennung/Verbrühung vierten Grades. Nicht nur die Tiefe, sondern auch die flächenmäßige Ausdehnung einer Verbrennung/Verbrühung ist für die körperliche Beeinträchtigung ausschlaggebend. Die Größe einer Handfläche entspricht ca. 1 % der Körperoberfläche. Besonders gefährlich sind großflächige Verbrennungen im Gesicht, da die Schädigung der Schleimhäute der Atemwege und der Lunge, das Einatmen von Verbrennungsgasen (Inhalationstrauma) von außen kaum beurteilt werden kann.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Ab einer Temperatur von 45°C gerinnen und zerfallen die Eiweiße der Zellen. Die Schmerzrezeptoren werden gereizt. Ab 55°C bilden sich Blasen, ab 65°C beginnen Zellen zu sterben (Hitzekoagulation). Zellflüssigkeit verdampft bei noch höheren Temperaturen, das Areal beginnt auszutrocknen. Die chemische Zersetzung und Verbrennung der organischen Zellsubstanzen, verbunden mit Verkohlung, tritt bei sehr hohen Temperaturen ein. Neben den lokalen Hautschäden kann sich auch noch die so genannte Verbrennungskrankheit entwickeln. Durch Schädigung der kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) erhöht sich die Durchlässigkeit und es bilden sich Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen). Das Blut wird eingedickt und die Mikrozirkulation und Versorgung der Zellen mit Sauerstoff gestört.
Giftstoffe, die im verbrannten Gewebe entstehen, belasten den Körper zusätzlich. Daraus kann sich zusätzlich zum Schock ein akutes Nierenversagen entwickeln. Da die Haut als Schutzmantel zerstört ist, ist die Gefahr einer Infektion sehr groß. Durch langes Kühlen der verbrannten/verbrühten Haut wird eine weitere Zellzerstörung vermieden und eine Schmerzlinderung herbei geführt.

Was muss man tun? - Erste Maßnahmen und Verhaltenstipps

  • Offene Flammen müssen sofort gelöscht werden, mit heißer Flüssigkeit getränkte Kleidung sofort ausziehen; verklebte oder verschmolzene Kleidung werden in der Wunde belassen.
  • Alle Verbrennungen/Verbrühungen werden 15 bis 20 Minuten mit fließendem kalten Wasser gekühlt; dabei tritt die Infektionsverhütung in den Hintergrund; Vorsicht bei Kindern und bei ausgedehnten Verbrennungen: Gefahr von Unterkühlung.
  • Offene Wunden (3. und 4. Grades), nach dem Kühlen, locker steril abdecken, am besten mit metallbedampften Kompressen und Verbandtüchern.
  • Ab Verbrennungen über ein bis zwei Prozent der Körperoberfläche oder ab dem dritten Grad sofort Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst rufen.
  • Blasen nicht öffnen.
  • Keine Salbe oder Creme in offene Wunden.
  • Schocklagerung und -bekämpfung.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps

  • Blasen nicht öffnen.
  • Bei kleinflächigen Verbrennungen/Verbrühungen ersten und zweiten Grades dienen Brandwundensalben und Gele der Wundheilung.


Bearbeitungsstand: 31.07.2012

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie kommt es dazu? – Mögliche Ursachen

Eine genetische Ursache allein kommt seltener vor als mancher vermutet – nur bei jeder 20. Erkrankung. Noch seltener sind direkte Brustkrebs verursachende Mutationen, also Veränderungen am Erbgut. Hingegen kommt eine Vererbung von Merkmalen, die die Empfänglichkeit für Brustkrebs erhöhen, relativ häufig vor. Sie erklären eine familiäre Häufung von Brustkrebserkrankungen.

Einen großen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko besitzen manche Lebensgewohnheiten. So erhöht starkes Übergewicht das Risiko um das 2,5-fache, Rauchen und der tägliche Genuss von umgerechnet über 20 Gramm reinem Alkohol (knapp ein halber Liter Bier oder ein Viertel Wein) um jeweils 30 Prozent. Einen Zusammenhang haben Wissenschaftler auch zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Tumorrisiko festgestellt.

Sexualhormone können die Krebsentwicklung fördern, da auch Tumorzellen über entsprechende Hormon-Bindungsstellen empfindlich auf diese reagieren und mit vermehrtem Wachstum antworten. Die Hormonersatztherapie der Wechseljahre ist auf diese Weise in die Kritik geraten. Eine neue Behandlungsleitlinie hilft bei der Entscheidungsfindung, welche Patientinnen mit welchen Beschwerden heute von einer Hormontherapie – die deswegen auch nicht mehr Ersatztherapie heißt – profitieren und bei welchen das Risiko zu hoch ist.

Wie macht es sich bemerkbar? – Mögliche Symptome

In nicht geringem Ausmaß stellen Frauen an sich selbst Veränderungen fest, die sie gezielt zu einem Arztbesuch bewegen. Zu diesen gehören:

  • neu aufgetretene Knoten, Verdichtungen oder Verhärtungen in der Brust oder der Achselhöhle,
  • bisher nicht aufgefallene Form- oder Größenunterschiede der Brüste,
  • Einziehung einer Brustwarze,
  • wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze,
  • Einziehungen der Brusthaut an einer Stelle, "Apfelsinenhaut" oder kleine punktförmige Grübchen in der Haut,
  • neu auftretende, nicht abklingende Hautrötung oder -schuppung, oder
  • einseitige brennende Schmerzen oder Ziehen.

Wie stellt man es fest? – Möglichkeiten der Diagnose

Regelmäßige Tastuntersuchungen sollen der Früherkennung dienen. Allerdings sind Tumore meist schon recht groß, bis sie tastbar sind. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahre steht ein Mammografie-Screening zur Verfügung. Daneben gibt es weitere bildgebende Verfahren. Ob ein Tumor gutartig oder bösartig ist, entscheiden Mediziner mithilfe einer Gewebeprobe (Biopsie). Mittels eines Gentests kann außerdem festgestellt werden, ob es sich um einen hormonempfindlichen Tumor handelt. Auch dies entscheidet über mögliche Therapiemaßnahmen.

Was kann noch dahinter stecken? – Mögliche Differentialdiagnosen

Manche Symptomatik kann einen Brustkrebs vortäuschen. Hinter diesen können sich zum Beispiel diese – eher gutartigen – Erkrankungen verbergen:

  • Brustentzündung (Mastitis)
  • Gutartiges Fibroadenom der Brust
  • Umbildungen des Brustdrüsengewebes
  • Milchgangspapillom (meist gutartige Wucherung in den Milchgängen)

Wie wird es behandelt? - Therapiemöglichkeiten

Die Therapie richtet sich unter anderem nach der Größe des Tumors sowie nach seiner Bösartigkeit und Hormonempfindlichkeit. Zur Verfügung stehen

  • operative Verfahren: brusterhaltend/nicht brusterhaltend
  • Bestrahlungstherapien
  • Arzneimittel: Chemotherapie/antihormonelle Therapie

Apothekerin Maria Pues

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