Beschwerden aufgrund der Menopause sind weit verbreitet. Wie wirksam ist Selbstbefriedigung? Betroffene wurden befragt.

Besonders bei Stimmungsschwankungen und Schlafschwierigkeiten kann Selbstbefriedigung helfen: Das ist zentrales Ergebnis einer US-Umfrage mit mehr als 1.000 Frauen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren. Ein deutscher Hersteller von Produkten zur Selbstbefriedigung für Frauen hat die Forschungsarbeit finanziert.
Das Forschungsteam fragte für die Studie nach Wechseljahresbeschwerden, wie die Frauen sie händelten und wie effektiv die verschiedenen Strategien waren. Dazu zählten etwa die Hormonersatztherapie, Nahrungsergänzungsmittel, Stressverminderung, Bewegung, Ernährung und Masturbation. Wie wirksam die Strategien waren, schätzten die Frauen anhand einer Skala ein.
Etwa jeder fünften Frau war der Ansicht, dass Selbstbefriedigung die Symptome abschwächen konnte. Hinsichtlich Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen ordneten die Frauen Masturbation als eine der effektivsten Möglichkeiten ein. Etwa die Hälfte der Frauen gab an, auf ärztlichen Rat hin für einen Versuch offen zu sein.
„Gespräche über Menopause fokussieren oft auf Hormontherapie oder Veränderungen des Lebensstils, aber Selbstbefriedigung wird übersehen“, erklärt Dr. Cynthia Graham vom Kinsey Institut in einer Mitteilung zur Veröffentlichung. „Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Masturbation eine bedeutende Rolle beim Umgang mit den Symptomen spielen könnte.“
Quelle: DOI 10.1097/GME.0000000000002675
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