Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Harnverhalt bedeutet, dass die Harnblase nicht oder nicht vollständig entleert werden kann, obwohl sie gefüllt ist und Harndrang besteht. Der Urin bleibt ganz oder teilweise in der Blase zurück, weil entweder der Abfluss behindert ist oder die Blasenmuskulatur nicht richtig arbeitet. Der Zustand kann plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln (chronisch).
Typisch ist ein starker Harndrang, ohne dass Wasserlassen möglich ist oder nur kleine Mengen abgegeben werden können. Beim akuten Harnverhalt kommt es oft zu starken Schmerzen und einer sichtbaren Wölbung im Unterbauch durch eine prall gefüllte Blase. Beim chronischen Verlauf bestehen eher Beschwerden wie ein schwacher Urinstrahl, Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens oder das Gefühl, die Blase nie ganz entleeren zu können. Häufiges Wasserlassen, nächtlicher Harndrang oder unwillkürlicher Urinverlust können ebenfalls auftreten.
Bleibt Urin in der Blase zurück, kann sich diese überdehnen. Dadurch steigt das Risiko für Harnwegsinfektionen, da sich Bakterien im Resturin vermehren können. Bei länger bestehendem Harnverhalt kann sich der Urin bis in die Nieren zurückstauen und diese schädigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Funktionsstörungen der Blase oder der Nieren kommen.
Harnverhalt kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die entweder den Urinabfluss behindern oder die Blasenfunktion stören. Dazu gehören insbesondere:
Das macht der Arzt: Bei einem akuten Harnverhalt ist eine schnelle ärztliche Behandlung notwendig. Der Arzt entleert die Blase meist mithilfe eines Katheters und untersucht anschliessend die Ursache. Je nach Auslöser kommen Medikamente, Änderungen bestehender Therapien oder auch operative Eingriffe infrage. Wichtig ist, die zugrunde liegende Ursache gezielt zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst sollten bei Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat suchen und nicht versuchen, den Harndrang längere Zeit zu unterdrücken. Bei bekannten Risikofaktoren, etwa bestimmten Medikamenten oder bestehenden Erkrankungen, kann eine enge ärztliche Kontrolle helfen, einen Harnverhalt zu vermeiden oder früh zu erkennen.
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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