Kontaktdermatitis

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  20.03.2026 00:00 Uhr

Eine Kontaktdermatitis ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die entsteht, wenn sie mit reizenden oder allergieauslösenden Stoffen in Berührung kommt. Die Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz und manchmal Bläschenbildung.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei einer Kontaktdermatitis reagiert die Haut überempfindlich auf bestimmte Stoffe. Dies kann sofort oder erst Stunden nach dem Kontakt auftreten. Die Haut wird rot, trocken oder nässend und kann stark jucken. Die Beschwerden treten nur an den Stellen auf, die mit dem auslösenden Stoff in Berührung gekommen sind.

Symptome/Verlauf

Typisch sind sichtbare Hautveränderungen und ein ausgeprägter Juckreiz. Häufig zeigen sich:

  • Rötung und Schwellung
  • Juckreiz oder Brennen
  • Bläschen oder nässende Stellen
  • schuppige oder rissige Haut

Der Verlauf hängt davon ab, ob der auslösende Stoff weiter einwirkt. Wird der Kontakt gemieden, bessern sich die Beschwerden meist innerhalb weniger Tage.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann die Hautbarriere geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen, wenn Keime in die gereizte Haut eindringen. Bei wiederholtem Kontakt kann sich die Entzündung verstärken und chronisch verlaulfen. Starker Juckreiz kann zu Kratzen führen, was die Haut zusätzlich verletzt.

Ursachen/Risikofaktoren

Es gibt zwei Hauptformen. Die irritative Form entsteht durch direkte Reizung der Haut, etwa durch Reinigungsmittel oder häufiges Händewaschen. Die allergische Form entsteht durch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe wie Metalle, Duftstoffe oder Pflanzen. Ein geschwächtes Hautschutzsystem oder häufige Feuchtarbeit erhöhen das Risiko.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann entzündungshemmende Wirkstoffe einsetzen und es wird geprüft, welcher Stoff die Reaktion ausgelöst hat. Liegt eine allergische Form vor, kommen zum Beispiel Antihistaminika infrage.
Das kann man selbst tun: Die Haut schonen, reizende Stoffe meiden und geeignete Pflegepräparate verwenden. Grenzen bestehen, wenn die Haut stark entzündet ist, nässt, sich ausbreitet oder trotz Meidung des Auslösers nicht abheilt. Dann sollte ärztliche Hilfe gesucht werden.

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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