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Leichtathletik: Früh übt sich!

Katrin Faßnacht-Lee  |  01.06.2023

Rennen, werfen, springen? Klar. Aber die Leichtathletik bietet für Kinder heutzutage viel mehr Abwechslung. Und funktioniert sogar als Mannschaftssport. So macht Bewegung Kindern Spaß!

Kinder zusammen auf einem Sportplatz.
Leichtathletik ist für die Jüngsten heute ein Mannschaftssport.
© FamVeld/iStockphoto

Buntes Treiben herrscht auf der Sportanlage in Frankfurt am Main. Auf der einen Seite springen Jugendliche im Flop auf die Hochsprungmatte – so weit, so normal. Aber es gibt auch eher Ungewöhnliches zu beobachten: Auf der Laufbahn stehen Hürden im Mini-Format, und es wird laut angefeuert. An der Sprunggrube hüpfen Knirpse mit Hochsprungstäben in den Sand. Und auf der Wiese fliegen Fahrradreifen durch die Luft. Ein ganz normaler Trainingsnachmittag bei der TG Sachsenhausen.

Nicht mehr wie früher

Auch ich habe früher Leichtathletik gemacht. Bis zum Alter von zwölf Jahren hieß das: 50-Meter- und 800-Meter-Lauf, Weitsprung und Schlagball. Mir hat es Spaß gemacht. Aber was die Kinder heute alles probieren, hat mit dem Training von damals nicht mehr viel zu tun. Bei der Kinderleichtathletik dürfen die Kleinen schon ab sechs Jahren alles testen, was die Leichtathletik der Großen bietet. Mit kindgerechten Abwandlungen der einzelnen Disziplinen werden bis zum Alter von elf Jahren Grundlagen dafür gelegt, was die Jugendlichen dann langsam zur Perfektion bringen. Je jünger die Kinder, desto spielerischer. Nach und nach kommt das altersgerechte Lernen bestimmter Techniken hinzu.

Die Jüngsten, die unter Achtjährigen (U8), üben in Sachsenhausen heute den Stabsprung – eine Vorbereitung auf den Stabhochsprung. Sie sind mit gut zwei Meter langen Holzstäben unterwegs, greifen diese schon etwa so wie die Großen und laufen fünf Meter an. In der Grube stechen sie den Stab an einer festgelegten Stelle ein, dann "katapultieren" sich die Kinder über eine ausgelegte Linie. Wer das schafft, bekommt einen Punkt. Wenn die Linie weiter nach hinten wandert, steigt die Spannung: Wer meistert die nächste Herausforderung?

Die Kinder der "U10" feilen heute an den Vorbereitungen für den Diskuswurf. Da ihnen der Abwurf echter Disken noch zu schwerfällt, üben sie mit Fahrradmänteln, kleinen Wurfreifen oder speziellen Kinderdisken aus Gummi. Sonst geht es ähnlich zu wie bei den großen Vorbildern. Der Arm ist gestreckt, es erfolgt eine kleine Drehung, schließlich schnellt der Arm nach vorn und das Wurfgerät fliegt möglichst weit über die Wiese.

Mit Teamgeist zum Sieg

Die größte Gaudi herrscht an diesem Trainingstag allerdings bei den U12ern. Hier geht es auf der Laufbahn in Windeseile über 50 Zentimeter hohe Hürden. Bei der sogenannten Hindernisstaffel rennt ein Kind zunächst über die Hürden, dreht an einem Wendepunkt um und übergibt den Staffelstab an ein weiteres Kind, das neben den Hürden zurücksprintet. Wieder wenden, und das nächste Kind übernimmt den Stab über die Hürdendistanz. Diese Disziplin erfordert Teamgeist, denn es gehen sechs Kinder einer Mannschaft an den Start. Ein Hin und Her bis jeder einmal über die Hindernisse gelaufen und einmal gesprintet ist – der Rest feuert natürlich lautstark an.

Neben dem eifrigen Üben wird bei der Kinderleichtathletik auch viel gespielt: zum Aufwärmen, zum Abschluss und auch ganz viel zwischendrin. Denn spielerisch lernen Kinder am schnellsten – und mit viel Spaß! Und Spaß hat man übrigens auch als Übungsleiterin. Ich habe vor einigen Jahren damit angefangen, als meine Kinder noch "U12" waren. Und auch ein paar Jahre später stehe ich noch mit großer Begeisterung auf dem Sportplatz und bringe dem Nachwuchs diesen vielseitigen Sport näher.

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