Baby & FamilieSeniorenGesund leben

Nahrungsergänzung schützt nicht vor Depressionen

06.03.2019

Die tägliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin D hilft nicht, einer Depression vorzubeugen. Das zeigt eine neue Studie im Journal der American Medical Association. Den Ergebnissen nach sind eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht besser wirksam, denn zwischen Depressionen und Übergewicht bestehen Zusammenhänge.

Nahrungsergänzungsmittel helfen nicht, einer Depression vorzubeugen.
Mit Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und anderen Kapseln einer Depression vorbeugen? Wissenschaftler sind skeptisch.
© colourbox.de

Ein internationales Forscherteam um Professor Ed Watkins von der Universität in Exeter hat untersucht, ob Nahrungsergänzungsmittel eine Rolle für die Prävention von Depressionen spielen. Durch mehrere Studien kamen die „MoodFood“-Forscher schließlich zu drei wichtigen Schlussfolgerungen:

  1. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Hülsenfrüchten und Olivenöl sowie wenig rotem Fleisch und Vollmilchprodukten könnte das Risiko für die Entwicklung einer Depression senken.
  2. Bei Menschen mit Übergewicht mindert ein Gewichtsverlust die depressiven Symptome.
  3. Nahrungsergänzungsmittel wie Folsäure, Vitamin D, Omega-3-Fischöl Zink und Selen können einer Depression nicht vorbeugen.

„Es deutete sich an, dass ein verändertes Ernährungsverhalten dazu beitragen könnte, Depressionen vorzubeugen. Dies erfordert jedoch noch weitere Untersuchungen“, sagt Professor Watkins.

In der MoodFood-Studie wurden ein Jahr lang verschiedene Ernährungsstile und Lebensweisen daraufhin miteinander verglichen, wie sie die Stimmung und das Wohlbefinden der Teilnehmer beeinflussten. An der Studie nahmen mehr als 1.000 übergewichtige oder fettleibige Personen mit einem erhöhten Risiko für Depressionen teil, die zu Beginn der Studie jedoch nicht depressiv waren. Die Hälfte von ihnen erhielt täglich Nahrungsergänzungsmittel, die andere Hälfte ein Placebo. Außerdem erfolgte bei einem Teil der Teilnehmer eine Verhaltenstherapie zur Änderung ihres Ernährungsverhaltens.

ZOU

Das könnte Sie auch interessieren

Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Mikrofonsymbol für den Podcast.
Podcast "gecheckt"

Jetzt reinhören: Jede Woche eine neue Folge!

Telepharmazie

Sie suchen eine Apotheke mit Telepharmazieangebot?

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Neue Apotheken Illustrierte

Alle 14 Tage neu in Ihrer Apotheke: Die NAI ist ein Magazin, das fundiert und leicht verständlich alle Fragen rund um die Gesundheit beantwortet.

nach oben
Notdienst finden