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Nordrhein: Keine E-Rezepte bis 10 Uhr

PZ  |  18.03.2024

Wegen anhaltender Ausfälle beim E-Rezept werden Hausärzte in Nordrhein ab sofort am Morgen bis 10 Uhr nur noch Papierrezepte ausstellen. Darauf haben sich der Hausärzteverband und der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) verständigt.

In Nordrhein haben sich die Hausärzte bereiterklärt, aufgrund der aktuellen E-Rezept-Störungen am Morgen bis 10 Uhr nur Papierrezepte auszustellen.
© Aktionsbündnis Patientenversorgung

Vor allem in den Morgenstunden kommt es immer wieder zu Systemausfällen beim E-Rezept. Zwar lässt sich das Problem meist schnell wieder beheben, die Ursache konnte aber noch nicht gefunden werden. Seit mehr als zehn Wochen hätten Arztpraxen und Apotheken nun schon mit Server-Ausfällen bei der Gematik oder beauftragten Unternehmen zu kämpfen, beklagt das Aktionsbündnis Patientenversorgung, in dem neben den Apothekern und Hausärzten auch der Verband medizinischer Fachberufe und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte zusammengeschlossen sind.

Arztpraxen könnten oft über Stunden keine E-Rezepte ausstellen, und in den Apotheken könnten keine E-Rezepte abgerufen werden. „Jetzt setzen wir im Interesse unserer Patienten in den Morgenstunden bis 10 Uhr auf das bewährte und sichere Papierrezept“, so die Ankündigung der Heilberufler.

Die Patienten sollen unter dem Motto „Für Ihre bessere Versorgung“ über die Maßnahme informiert werden. „So geht’s nicht weiter! Für eine bessere Versorgung!“, heißt es auf dem geplanten Protestplakat. Und: „Wir servieren das E-Rezept erst ab 10:00 Uhr.“

Schon in der vergangenen Woche hatte das Aktionsbündnis Patientenversorgung angesichts der fortlaufenden Ausfälle der Telematikinfrastruktur bei der Umsetzung des E-Rezepts gewarnt, dass die Versorgungssicherheit der Patienten gefährdet sei.

Ende vergangener Woche hatte der Deutsche Apothekerverband (DAV) das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und die Gematik aufgerufen, die Ausfälle im E-Rezept-System umgehend zu lösen. Spätestens bis Ostern müsse das System stabilisiert sein. „Sollte das nicht gelingen, werden wir uns als Apothekerschaft auch gegenüber den anderen Leistungserbringer-Gruppen im Gesundheitswesen dafür aussprechen, in ein zeitweises Ersatzverfahren überzugehen, um langfristig das Vertrauen in digitale Lösungen zu erhalten“, so DAV-Chef Hans-Peter Hubmann.

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