Unsere Hände sind Tag für Tag im Einsatz. Die alltäglichen Dinge, die wir mit ihnen erledigen, können jedoch sichtbare Spuren hinterlassen: Häufiges Waschen, Geschirrspülen und andere Hausarbeiten strapazieren die natürliche Schutzbarriere der Haut. Mit der richtigen Pflege lässt sich gegensteuern.
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Ein Blick auf die Hände verrät oft nicht nur das Alter eines Menschen, sondern auch, welcher Arbeit er tagtäglich nachgeht. Besonders deutlich zeigt sich das bei Berufen mit intensiver Handhygiene: Eine Studie unter Beschäftigten im Operationssaal und auf der Intensivstation des Universitätsklinikums München ergab, dass 90 Prozent von ihnen unter trockener Haut, Rötungen, Juckreiz, Brennen und kleinen Blessuren an den Händen litten. All das sind Zeichen für eine geschädigte Hautbarriere, die Kehrseite des häufigen und gründlichen Händewaschens.
Weniger waschen, mehr desinfizieren
Doch nicht nur im Gesundheitswesen führt intensive Handhygiene zu Hautproblemen. Auch im Alltag berichten Hautärzte immer wieder von entzündeten Hautstellen an den Händen, sogenannten Handekzemen, so die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Die DDG-Hautexperten raten dazu, die Hände nicht ständig mit Seife zu waschen, sofern sie nicht verschmutzt sind. Wo es nur um Keimreduktion geht, schont ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel die Haut mehr als Seife, am besten eines mit barriereschützenden Zusätzen wie Glycerol. Auch Handwaschöl bietet sich an. Es strapaziere die Haut deutlich weniger als Seife und enthalte zudem pflegende und rückfettende Stoffe.
Die Wahl der richtigen Handcreme
Anschließend cremt man die Hände ein. Hautarzt Dr. Christoph Liebich aus München empfiehlt: „Am besten eignet sich dafür eine reichhaltige, harnstoffhaltige Pflege." Harnstoff, auch bekannt als Urea, bindet Feuchtigkeit und macht die Haut bei regelmäßiger Anwendung wieder geschmeidig. In Kombination mit weiteren Pflegestoffen, zum Beispiel Ceramiden, kann Harnstoff seine positive Wirkung noch besser entfalten.
Welche Inhaltsstoffe in einer Handcreme enthalten sein sollten, hängt natürlich auch davon ab, welche Wirkung man sich von ihr erwartet. Um Pigmentflecken und anderen Anzeichen von Hautalterung vorzubeugen und sie zu behandeln, ist es Liebich zufolge ratsam, regelmäßig eine Handcreme mit Sonnenschutz zu verwenden: "UV-Strahlen beschleunigen den natürlichen Alterungsprozess der Haut. Das gilt für die Hände genauso wie für das Gesicht und den restlichen Körper", sagt der Hautarzt. Daneben sei auch Vitamin C empfehlenswert, da es die Hauterneuerung ankurbelt und Pigmentflecken aufhellen kann. Peelings mit Fruchtsäure tragen die Oberfläche der Haut sanft ab, stabilisieren die Barriere und sie halten Feuchtigkeit in der Haut. Bestimmte Fruchtsäuren, die man nicht wieder abwaschen muss, lassen sich Liebich zufolge auch gut mit einer Creme mischen und diese über Nacht auf die Hände auftragen. Da Fruchtsäure die Haut lichtempfindlich macht, muss am folgenden Tag ein Sonnenschutz aufgetragen werden.
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