E-Zigaretten gelten oft als die „mildere“ Alternative zum Rauchen. Neue Studien zeigen jedoch ein anderes Bild: Wer dampft, könnte deutlich früher an Asthma erkranken. Was die Forschung dazu sagt und warum gerade junge Menschen genauer hinschauen sollten.

E-Zigaretten stehen im Ruf, weniger schädlich zu sein als klassische Zigaretten. Doch Forschungsergebnisse, die die Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht hat, legen nahe: Das Dampfen von E-Zigaretten könnte das Risiko für einen frühen Asthmabeginn mehr als verdoppeln.
Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Konsum von E-Zigaretten und der Entstehung von Atemwegserkrankungen. Besonders auffällig: Der Zeitpunkt der Erkrankung verschiebt sich offenbar nach vorne.
Für die Untersuchung wurden seit 2013 Jugendliche und Erwachsene in den USA regelmäßig zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Im Fokus standen Personen, die zu Beginn kein Asthma hatten.
Das Ergebnis: Teilnehmer, die in den 30 Tagen vor einer Befragung E-Zigaretten genutzt hatten, entwickelten 2,5-mal häufiger Asthma als Personen ohne Konsum. Die Daten sprechen dafür, dass E-Zigaretten nicht nur das Risiko erhöhen, sondern auch zu einem früheren Krankheitsbeginn beitragen können.
Die Studienleiterin Dr. Adriana Pérez von der Universität Texas betont die Bedeutung der Ergebnisse: „Schon zuvor wurde in Studien beschrieben, dass E-Zigaretten das Asthmarisiko erhöhen. Doch unsere Studie ist die erste, die zusätzlich das Alter bei Beginn des Asthmas untersucht hat.“
Und weiter: „Zu wissen, dass E-Zigaretten mit einem erhöhten Risiko für frühes Asthma zusammenhängen, kann Menschen möglicherweise dazu bringen, gar nicht erst mit E-Zigaretten anzufangen oder mit dem Konsum aufzuhören.“
Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege. Laut US-Gesundheitsbehörde kann die Krankheit weitreichende Folgen haben:
Je früher Asthma auftritt, desto länger müssen Betroffene mit den Einschränkungen leben. Umso wichtiger ist es, mögliche Auslöser früh zu erkennen und zu vermeiden.
Die Ergebnisse liefern einen weiteren Hinweis darauf, dass E-Zigaretten kein risikofreier Ersatz sind. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sollten sich bewusst machen, dass auch vermeintlich „leichtere“ Alternativen gesundheitliche Folgen haben können.
Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2024.10740
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