Wenn Beziehungen zur Obsession werden: Psychologin Dr. Gina Gerardo erklärt Strategien gegen Liebessucht und wie sie entstehen kann.

Starke Verliebtheit fühlt sich oft berauschend an. Doch wenn Beziehungen zur Obsession werden und das eigene Wohlbefinden darunter leidet, sprechen Fachleute von einer möglichen „Liebessucht“. Darauf weist die Cleveland Clinic hin. Psychologin Dr. Gina Gerardo von der Clinic, erklärt, was dahintersteckt – und wie Betroffene gesunde Muster entwickeln können.
„Liebessucht“ oder „Love addiction“ ist keine offizielle Diagnose, sondern ein psychologisches Konzept. Gemeint ist eine ungesunde Fixierung auf romantische Beziehungen. Während stabile Partnerschaften sich ausgewogen und unterstützend anfühlen, kann Liebessucht belastend und störend wirken. Dr. Gerardo erklärt: „Es kann bedeuten, ständig nach romantischen Partnern zu suchen oder auf ungesunde oder extreme Weise Gefühle für eine bestimmte Person zu entwickeln.“ Häufig hänge das Selbstwertgefühl und die emotionale Stabilität stark von einer anderen Person oder dem Beziehungsstatus ab.
Bestimmte Verhaltensmuster können auf Liebessucht hinweisen:
Wenn darunter Arbeit, Familie oder Freundschaften leiden, könne das ein Warnsignal sein. „Wenn es Ihre anderen Beziehungen schädigt oder Sie von wichtigen Verpflichtungen abhält, könnte ein Hinweis auf ein Problem sein“, so Dr. Gerardo.
Die Ursachen sind vielfältig. Dazu zählen:
Die gute Nachricht: Auch ohne offizielle Diagnose gibt es Wege, gesündere Beziehungsmuster zu entwickeln. Diese Strategien können helfen:
Dr. Gerardo erklärt: „Wenn Sie merken, dass Sie vollkommen von jemandem vereinnahmt sind… dann ist es Zeit, Ihre Beziehung zur Liebe zu überdenken.“ Die gute Nachricht ist: Laut der Psychologin gibt es Wege, Liebe wieder als etwas Positives zu erfahren.
Quelle: Cleveland Clinic
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