Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Warum rotes Fleisch für das Herz gefährlich ist

Dr. Karen Zoufal  |  20.08.2022 08:38 Uhr

Zu viel Fleisch schadet der Gesundheit. Meist denkt man dabei an gesättigte Fettsäuren und Cholesterin, aber auch die Stoffwechselprodukte von Darmbakterien haben einen Einfluss: Sie produzieren beim Verzehr von rotem Fleisch bestimmte Stoffe, die dem Herzen schaden.

Schwarze Schalen mit rohem, roten Fleisch.
Zu viel rotes Fleisch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
© Lisovskaya/iStockphoto

Aus früheren Untersuchungen weiß man, dass rotes Fleisch viel L-Carnitin enthält, das von Darmbakterien zu Trimethylamin-N-oxid, kurz TMAO, umgewandelt wird. TMAO ist mit einem größeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden: Eine neue Analyse zeigte, dass das Risiko bei Personen, die viel rotes und verarbeitetes Fleisch aßen, deutlich höher war – für jede Portion pro Tag etwa um 22 Prozent. Dies berichten Wissenschaftler im Fachblatt „Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology“.

Die Wissenschaftler schätzen, dass etwa ein Zehntel des Risikos durch TMAO und verwandte Stoffwechselprodukte, die sie im Blut der Personen gefunden haben, verursacht wird. Auch Blutzucker und Entzündungswerte standen damit im Zusammenhange. Der Verzehr von Fisch, Geflügel und Eiern war nicht eindeutig mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

„Es sind weitere Forschungsanstrengungen erforderlich, um die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von L-Carnitin und anderen Substanzen in rotem Fleisch wie Häm-Eisen, das mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht wird, besser zu verstehen, anstatt sich nur auf gesättigte Fette zu konzentrieren“, sagte Dr. Meng Wang von der Universität in Boston. Sein Team hatte Daten aus Befragungen und Blutwerte von fast 4.000 Erwachsenen ab 65 Jahren analysiert, durchschnittlich 12,5 Jahre lang an der Studie teilgenommen hatten.

Quelle: DOI 10.1161/ATVBAHA.121.316533

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Gesund leben

Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben