Welche Brötchen bei Diabetes geeignet sind

Rüdiger Freund  |  09.02.2026 15:00 Uhr

Menschen mit Diabetes müssen nicht generell auf Backwaren wie Brot und Brötchen verzichten, obwohl diese viele Kohlenhydrate enthalten. Die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät ihnen jedoch, auf Sorten mit einem hohen Vollkorn- und Ballaststoffanteil zu achten.

Mann 40+ isst ein Brötchen.
Wer die Diagnose Diabetes mellitus erhält, muss als Teil der Therapie auf die Kohlenhydrate in der Nahrung achten.
© Jelena Danilovic/iStockphoto

Diabetes und Kohlenhydrate: Worauf es wirklich ankommt

Wer die Diagnose Diabetes mellitus erhält, setzt sich oft erstmals intensiver mit Kohlenhydraten in der Ernährung auseinander. Besonders bei Übergewicht spielt zusätzlich die Kalorienzufuhr eine wichtige Rolle. Brot, Brötchen und andere Backwaren stehen dabei schnell in der Kritik, weil sie reich an Kohlenhydraten sind. Die gute Nachricht: Ein generelles Brotverbot gibt es nicht. Für Menschen mit Diabetes ist es jedoch sinnvoll, gezielt auszuwählen und auf Qualität zu achten.

Vollkorn statt Weißmehl: Bessere Wahl für den Blutzucker

Viele möchten mindestens einmal täglich eine klassische Brotzeit genießen. Das ist auch mit Diabetes möglich, sofern die Brotsorte passt. Vollkornbrot oder -brötchen und andere ballaststoffreiche Backwaren lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Produkte aus Weißmehl und halten länger satt.

„Für Menschen mit Übergewicht oder einem bereits bestehendem Typ-2-Diabetes empfehlen wir vollwertiges, vollkörniges Brot mit mageren Aufstrichen und Belägen. Weißbrot, jedes süße Brot und sonstige Backwaren sollten hingegen nur selten gegessen werden“, sagt Dr. Astrid Tombek, Diabetesberaterin und Ökotrophologin.

Hochverarbeitete Backwaren erhöhen das Risiko

Nicht nur Menschen mit bestehendem Diabetes profitieren von einer bewussten Brotauswahl. Studien zeigen, dass auch das Risiko für einen Typ-2-Diabetes steigt, wenn häufig hochverarbeitete Lebensmittel gegessen werden.

Eine große europäische Studie der University of Cambridge und des Imperial College London mit über 300.000 Teilnehmenden kommt zu dem Ergebnis, dass stark verarbeitete Produkte das Erkrankungsrisiko deutlich erhöhen können. Dazu zählen auch viele Backwaren aus stark ausgemahlenem Weißmehl, etwa Croissants, süßes Gebäck oder helle Brötchen. Die Studie hat das Fachblatt “The Lancet Regional Health – Europe” veröffentlicht. 

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