Schleimbeutelentzündung
Was ist das? - Definition
Eine Schleimbeutelentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung der kleinen flüssigkeitsgefüllten Polster, die zwischen Knochen, Muskeln und Sehnen liegen. Diese Schleimbeutel dienen als Puffer und erleichtern die Bewegung. Bei einer Entzündung kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkter Beweglichkeit, meist an Gelenken wie Schulter, Ellenbogen, Hüfte oder Knie.
Krankheitsbild
Die Schleimbeutelentzündung, medizinisch Bursitis genannt, betrifft die kleinen Polster im Körper, die Reibung zwischen Gewebe verringern. Wird ein Schleimbeutel gereizt oder überlastet, entzündet er sich und schwillt an. Besonders häufig sind Gelenke betroffen, die stark beansprucht werden.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Bereich. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt und Druck auf das Gelenk verstärkt die Beschwerden. Der Verlauf kann akut verlaufen und nach einigen Tagen abklingen oder chronisch werden, wenn die Belastung bestehen bleibt.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Schleimbeutelentzündung zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen. Komplikationen entstehen durch wiederholte Entzündungen oder Infektionen des Schleimbeutels. In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig werden, wenn konservative Massnahmen nicht ausreichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigen Ursachen zählen:
- Überlastung durch wiederholte Bewegungen
- Langes Knien oder Liegen auf harten Flächen
- Verletzungen im Bereich des Gelenks, etwa durch einen Sturz
- Infektionen durch Bakterien
- Begleiterkrankungen wie Gicht oder Rheuma
Generell erhöhen Tätigkeiten mit hoher Gelenkbelastung und die erwähnten Begleiterkrankungen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt entzündungshemmende Medikamente oder in schweren Fällen Kortisonpräparate ein.
Das kann man selbst tun: Schonung, Kühlung und Vermeidung belastender Bewegungen. Grenzen liegen dort, wo starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.