Krebsstatistik: Fast jeder Zweite in Deutschland bekommt Krebs – Todesfälle rückläufig

Dr. Karen Zoufal  |  23.03.2026 15:32 Uhr

Knapp die Hälfte aller Menschen erkrankt im Lauf des Lebens an Krebs. Immer noch ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen, obwohl die Todesfälle in den letzten 25 Jahren deutlich zurückgegangen sind.

Patient im MRT.
Fortschritte bei Früherkennung, Behandlung und Versorgung führen dazu, dass die Krebssterblichkeit sinkt.
© peakSTOCK/iStockphoto

Krebs in Deutschland: Fast jeder Zweite ist betroffen

Krebs ist weit verbreitet: 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen erhalten im Laufe ihres Lebens eine Krebsdiagnose. Im Durchschnitt sind die Betroffenen dabei 69 Jahre alt. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 517.800 Neuerkrankungen registriert. Zu den häufigsten Krebsarten zählen:

  • Brustkrebs
  • Prostatakrebs
  • Lungenkrebs
  • Darmkrebs

Diese vier Krebsarten machen zusammen etwa die Hälfte aller neuen Diagnosen aus. Die Daten stammen vom Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut.

Krebssterblichkeit ist deutlich zurückgegangen

2023 gab es etwa 229.000 Todesfälle durch Krebs. Seit 25 Jahren ist die Sterblichkeit durch Krebs unter Berücksichtigung des demografischen Wandels bei Frauen um 21 und bei Männern um 31 Prozent gesunken.

Entwicklung bei einzelnen Krebserkrankungen

Je nach Art des Krebses gibt es unterschiedliche Entwicklungen:

  • Spitzenreiter bei den Männern ist Prostatakrebs, bei den Frauen Brustkrebs.
  • Lungenkrebs nimmt bei Männern aller Altersgruppen seit 10 Jahren ab, bei Frauen nur teilweise. Besonders bei älteren Frauen nimmt er noch zu.
  • Schwarzer Hautkrebs: Die Erkrankungsraten sind gestiegen, was zum Teil auf eine bessere Früherkennung zurückgeht. Erfreulich ist, dass die Raten bei Personen unter 35 Jahren gesunken sind.
  • Gebärmutterhalskrebs: Hier macht sich ein Effekt der HPV-Impfung bemerkbar. Bei geimpften Frauen bis 34 Jahren haben die Erkrankungen zwischen 2015 und 2023 von 7,8 auf 4,3 pro 100.000 Frauen abgenommen.
  • Brustkrebs hat seit der Einführung des Mammografie-Screenings im Jahr 2009 zunächst zugenommen, weil mehr Erkrankungen entdeckt wurden. Die Raten haben sich dann eingependelt. Bei Frauen von 30 bis 49 Jahren ist die Erkrankungsrate zwischen 1999 und 2023 von 86 auf 108 pro 100.000 Frauen gestiegen. 
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