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Ein Gerstenkorn heilt in der Regel auch von allein wieder ab.

In einigen Fällen kann der Arzt bei einem Gerstenkorn antibiotische Tropfen oder Salbe verschreiben.
© Gerhard Seybert - Fotolia

Sa. 08. September 2018

Gerstenkorn niemals selbst ausdrücken

Ein Gerstenkorn ist eine meist eitrige Entzündung am Auge, für Schwellungen und Schmerzen sorgt. Einige Menschen werden davon immer wieder geplagt. Die Apothekerkammer Niedersachsen warnt davor, selbst Hand anzulegen und das Gerstenkorn auszudrücken oder aufzustechen. Bei allen Beschwerden rund um das Auge stellen sich Betroffene möglichst rasch beim Augenarzt vor, um Komplikationen zu vermeiden. Sorgfältige Hygiene ist jetzt oberste Pflicht, damit es nicht zu einer erneuten Infektion kommt oder Keime an Dritte übertragen werden.

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Ein Gerstenkorn ist eine meist eitrige Entzündung am Auge, für Schwellungen und Schmerzen sorgt. Einige Menschen werden davon immer wieder geplagt. Die Apothekerkammer Niedersachsen warnt davor, selbst Hand anzulegen und das Gerstenkorn auszudrücken oder aufzustechen. Bei allen Beschwerden rund um das Auge stellen sich Betroffene möglichst rasch beim Augenarzt vor, um Komplikationen zu vermeiden. Sorgfältige Hygiene ist jetzt oberste Pflicht, damit es nicht zu einer erneuten Infektion kommt oder Keime an Dritte übertragen werden.

Augentropfen werden häufig falsch angewendet

Auch wenn ein Gerstenkorn häufig von allein abheilt, rät die Apothekerkammer Niedersachsen, zur Abklärung einen Augenarzt aufzusuchen. Denn: Hinter den Symptomen können sich auch andere Augenerkrankungen verbergen. Ist die Diagnose Gerstenkorn gestellt, kann der Augenarzt in schwereren Fällen antibiotische Tropfen, Salbe oder Tabletten verschreiben. Die Apotheke vor Ort berät zur richtigen Anwendung der Medikamente und zu begleitenden Maßnahmen. So darf die Spitze der Augentropfenflasche das Auge nicht berühren, damit Keime nicht verschleppt werden. Angebrochene Flaschen dürfen nicht als Reserve aufbewahrt, sondern müssen mit Ende der Therapie entsorgt werden. Die meisten Augentropfen dürfen ohnehin nach Anbruch nur maximal 4 bis 6 Wochen verwendet werden.

Mögliche Verkrustungen oder Verklebungen des Auges werden durch feucht-warme, mit steriler isotoner Kochsalzlösung getränkte Kompressen gelöst. Sie werden für fünf Minuten auf das geschlossene Auge gelegt. Mit sauberen Fingern oder einem Wattestäbchen kann das betroffene Lid in Richtung Lidkante massiert werden, also das Oberlid von oben nach unten und das Unterlid von unten nach oben. Durch eine Entleerung der Drüsenführungsgänge an der Lidkante wird der Sekretstau beseitigt. Danach die Lider mit antiseptisch wirkenden Pflegeprodukten und speziellen fusselfreien Reinigungspads reinigen.

Händewaschen ist jetzt oberste Pflicht, damit die Keime nicht über gemeinsam genutzte Handtücher oder einen Handschlag an Dritte weitergegeben werden. Kontaktlinsenträger sollten während der Therapie auf die Brille umsteigen und die Linsen, bevor sie wieder getragen werden, gründlich mit einem passenden Pflegemittel reinigen.

AK Niedersachsen/NK

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