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29 WHO-Tipps zur Vorbereitung auf OPs

04.11.2016

Trotz aller Vorsicht kann es im Krankenhaus bei Operationen zu Infektionen kommen. Um die Risiken zu minimieren und die Entstehung von Antibiotikaresistenzen zu vermeiden, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Katalog von 29 Empfehlungen zusammengestellt. Sie geben Anhaltspunkte, wie sich Ärzte und Patienten am besten auf OPs vorbereiten und sie durchführen.

Mit den Empfehlungen für das OP-Personal und Patienten möchte die Weltgesundheitsorganisation Operationen sicherer machen.
Mit den Empfehlungen für das OP-Personal und Patienten möchte die Weltgesundheitsorganisation Operationen sicherer machen.
© s4svisuals - Fotolia.com

Die Empfehlungen, an denen 20 weltweit führende Experten mitarbeiteten, beziehen sich auf Maßnahmen vor, während und nach einer Operation. Sie richten sich in vielen Fällen an das medizinische Personal, aber auch an Patienten. So sollten Patienten, die sich auf eine Operation vorbereiten, im Vorfeld der OP ein Bad nehmen oder duschen. Sie sollten jedoch vor dem Eingriff oder im Verlauf der OP nicht rasiert werden. Falls dies aber doch nötig sein sollte, empfiehlt das Experten-Gremium, die Haare mit einer Schere zu entfernen. Um die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern, sei es außerdem wichtig, Antibiotika nur vor oder während einer Operation einzusetzen. Sie sollten nicht, wie oft üblich, nach einem chirurgischen Eingriff zum Einsatz kommen. Weitere Empfehlungen richten sich an das OP-Team, zum Beispiel welches der beste Weg ist, die Hände zu reinigen, welches Desinfektionsmittel vor dem Schnitt verwendet wird oder mit welchem Material genäht werden sollte.

Niemand sollte krank werden, wenn er sich medizinisch behandeln lässt, sagt Dr. Marie-Paule Kieny von der WHO. Die neuen Richtlinien seien ein wichtiges Werkzeug, um Pateinten zu schützen. Das Experten-Gremium hatte hierfür Informationen aus 26 wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten gesammelt und daraus die 29 konkreten Empfehlungen erarbeitet. Diese wurden im Fachblatt The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht und finden sich auch auf der Internetseite der WHO.

HH

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