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9 Monate nach Weihnachten werden mehr Kinder geboren

Dr. Karen Zoufal  |  26.12.2020

Zu Weihnachten steigt das Interesse an Sex, und neun Monate später erreichen die Geburtenraten einen Höhepunkt. Solch ein „Babyboom“ ist nach Feiertagen auf der ganzen Welt und über viele Kulturen hinweg zu beobachten.

Junges Liebespaar küsst sich und hält Zuckerstangen in die Luft.
An Weihnachten herrscht oft eine schöne Stimmung - nicht nur bei Verliebten.
© Andrii Bicher/iStockphoto

US-Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass höhere Geburtenraten nach Festen wie Weihnachten gesellschaftliche Gründe haben und nicht in der Biologie verwurzelt sind. Eine Analyse von Suchen im Internet und in sozialen Medien ergab, dass das Interesse an Sex während großer kultureller oder religiöser Feiern erheblich ansteigt. Diesen Spitzenwerten folgte weltweit ein Anstieg der Geburten neun Monate später.

Das war in verschiedenen Kulturen der Fall: In Ländern mit christlicher Mehrheit gab es den größten Anstieg nach Weihnachten und in Ländern mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung nach dem Zuckerfest, das am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird. Das Zuckerfest ließ besonders klare Rückschlüsse zu, denn es findet jedes Jahr an einem anderen Termin statt. 

Stimmung an Weihnachten ist besser

Um das höhere Interesse an Sex an den Feiertagen zu verstehen, führten die Forscher auch eine „Stimmungsanalyse“ der Wortwahl in Twitter-Posts durch. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Menschen zu diesen Zeiten insgesamt glücklicher, sicherer und ruhiger fühlten. Interessanterweise erzeugten Thanksgiving und Ostern nicht die gleiche Stimmung und auch nicht das gleiche Interesse an Sex.

„Wir beobachten, dass Weihnachten und das Zuckerfest durch unterschiedliche Stimmungen gekennzeichnet sind, die mit einer erhöhten Fruchtbarkeit korrelieren“, sagte Prof. Luis M. Rocha von der Indiana University. „Vielleicht sind die Menschen geneigter, ihre Familien an Feiertagen zu vergrößern, wenn sich die Aufmerksamkeit auf Liebe und Schenken richtet“, so die Erklärung des Studienautors. 

Quelle: DOI 10.1038/s41598-017-18262-5

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