Lebensmittel sicher lagern in Kühlschrank, Gefrierfach und bei Stromausfall

Dr. Karen Zoufal  |  30.01.2026 11:07 Uhr

Ob Kühlschrank, Gefrierfach oder Vorratsschrank: Die richtige Lagerung von Lebensmitteln schützt vor Keimen, verhindert unnötige Lebensmittelverschwendung und bewahrt Geschmack sowie Nährstoffe. Mit ein paar einfachen Regeln bleibt Essen länger frisch und sicher.

Frau packt Lebensmittel in Tupperware.
Lebensmittel, die übrig geblieben sind, werden am besten in verschlossenen Gefäßen im Kühlschrank gelagert.
© lithiumcloud/iStockphoto

Warum die richtige Lagerung von Lebensmitteln so wichtig ist

Wer Lebensmittel korrekt lagert, verlängert ihre Haltbarkeit deutlich. Vor allem eine durchgehende Kühlkette spielt eine zentrale Rolle: Sie bremst das Wachstum krankheitserregender Bakterien wie Salmonellen. Gerade bei Fleisch, Fisch oder Milchprodukten entscheidet die richtige Temperatur darüber, ob ein Produkt sicher bleibt oder schnell verdirbt.

Grundregeln für die sichere Lebensmittelaufbewahrung

Einige einfache Prinzipien helfen im Alltag, Lebensmittel hygienisch und gesund zu lagern:

  • Verderbliche Lebensmittel sofort kühlen oder einfrieren, sobald man nach dem Einkauf nach Hause kommt.
  • Die Zwei-Stunden-Regel beachten: Fleisch, Geflügel, Fisch oder andere kühlpflichtige Lebensmittel nie länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Bei Temperaturen über 32 Grad gilt sogar nur eine Stunde.
  • Kühltemperaturen regelmäßig prüfen: Der Kühlschrank sollte konstant etwa 4 °C haben, der Gefrierschrank maximal -18 °C.
  • Reste zügig verbrauchen: Auch im Kühlschrank können sich Bakterien und Schimmel vermehren. Alles, was ungewöhnlich aussieht oder riecht, gehört in den Müll.

Lebensmittel im Kühlschrank richtig lagern

Der Kühlschrank ist das Herzstück der sicheren Lebensmittelaufbewahrung. So nutzen Sie ihn optimal:

  • Gekühlte Lebensmittel immer abgedeckt oder in geschlossenen Behältern lagern, um Keimübertragung zu vermeiden.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert bis zu diesem Zeitpunkt die beste Qualität. Viele Produkte sind danach noch genießbar. Entscheidend sind Aussehen, Geruch und Geschmack.
  • Säuglingsnahrung ist eine Ausnahme: Hier darf das aufgedruckte Verfallsdatum nicht überschritten werden.
  • Den Kühlschrank regelmäßig reinigen, damit sich Bakterien nicht von einem Lebensmittel auf ein anderes ausbreiten.
  • Fleisch oder Fisch beim Marinieren stets im Kühlschrank aufbewahren. In der Marinade können sich Keime schnell vermehren. Die Flüssigkeit anschließend entsorgen oder nur nach gründlichem Kochen weiterverwenden.

Lebensmittel einfrieren: Sicher, praktisch und nährstoffschonend

Der Gefrierschrank ist ideal, um Lebensmittel länger haltbar zu machen:

  • Richtig eingefrorene Speisen bleiben bei -18 °C über lange Zeit sicher, da sich Bakterien bei diesen Temperaturen nicht vermehren können.
  • Einfrieren zerstört keine Nährstoffe: Vitamine und Mineralstoffe bleiben weitgehend erhalten.
  • Mit der Zeit kann sich jedoch die Qualität verändern, etwa Farbe oder Konsistenz. Auch Gefrierbrand beeinträchtigt zwar den Geschmack, macht Lebensmittel aber nicht automatisch ungenießbar.

Stromausfall: Was jetzt mit Kühlschrank und Gefriertruhe tun?

Bei einem Stromausfall gilt: Türen geschlossen halten. Ein ungeöffneter Kühlschrank bleibt etwa vier Stunden kalt, ein voller Gefrierschrank sogar rund 48 Stunden.
Sobald der Strom zurück ist, lohnt ein Blick auf die Temperatur: Liegt sie im Gefrierfach noch unter 4 °C, können die Lebensmittel erneut eingefroren oder direkt weiterverarbeitet werden.

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