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Brustkrebs: Diese 6 Dinge minimieren die Rückfallquote

22.02.2017

Körperliche Aktivität und Gewicht halten: Das sind die zwei wichtigsten Faktoren, die bei Brustkrebs-Patientinnen das Risiko eines Rückfalls verringern. Zu diesem Resultat kommen die Wissenschaftlerinnen Dr. Ellen Warner und Julia Hamer vom Sunnybrook Health Centre in Toronto, Kanada. Sie hatten 67 Studien zu diesem Thema analysiert und daraus Tipps für Betroffene abgeleitet.

Durch eine Änderung des Lebensstils reduziert sich das Risiko für einen Brustkrebs-Rückfall.
Sport und Bewegung gehören zu einem gesunden Lebensstil dazu und senken das Risiko für eine erneute Krebsdiagnose.
© Viacheslav Iakobchuk - Fotolia
  1. Gewichtszunahme vermeiden: Eine Gewichtszunahme während oder nach einer Brustkrebsbehandlung erhöht die Gefahr, an einer mit dem Krebs in Verbindung stehenden Krankheit zu sterben.
  2. Körperliche Aktivität: Brustkrebs-Patientinnen treiben am besten an fünf Tagen pro Woche mindesten 30 Minuten moderaten Sport oder insgesamt 75 Minuten anstrengenden Sport pro Woche. Zudem seien zwei bis drei Einheiten Krafttraining für die großen Muskelgruppen empfehlenswert. „Von allen Lebensstil-Faktoren hatte körperliche Aktivität den besten Effekt auf die Ergebnisse der Brustkrebs-Therapie“, sagt Warner.
  3. Ernährung: Keine spezielle Art von Ernährung scheint das Risiko zu senken, dass Brustkrebs erneut auftritt. So gebe es zum Beispiel Hinweise, dass Betroffene nicht auf Soja-Produkte verzichten müssten und dass diese vielleicht beim Gewicht halten helfen könnten, wenn dadurch kalorienreichere Fleischproteine ersetzt werden.
  4. Zusätzliche Vitamine: Einige Studien deuten darauf hin, dass Vitamin-C-Präparate helfen, das Risiko eines Rückfalls zu senken. Vitamin-D-Präparate könnten zusätzlich sinnvoll sein, um die Knochen zu stärken, da Chemo- und Hormontherapie die Knochendichte reduzieren.
  5. Rauchen: Raucherinnen sollten mit dem Rauchen aufhören. Auch wenn es unklar sei, ob ein Rauchstopp nach einer Brustkrebs-Diagnose das Wiederauftreten beeinflusse, erhöhe es das Risiko, an Krankheiten zu sterben, die durch das Rauchen begünstigt werden.
  6. Alkohol: Den Alkohol-Konsum auf maximal ein, besser noch weniger alkoholische Drinks pro Tag reduzieren: Dies reduziert das Risiko eines Brustkrebs-Rückfalls.

Die Lebensweise positiv zu verändern, könne für Patientinnen auch psychologisch von Nutzen sein: Das Gefühl des Kontrollverlusts sei einer der größten Herausforderungen einer Krebs-Diagnose, so die Autorinnen. Sie geben aber auch zu bedenken, dass eine Änderung des Lebensstils nicht bei allen Krebsformen hilft. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie sind online in der Fachzeitschrift Canadian Medical Association Centre nachzulesen.

HH

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