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Cola, Limo & Co: WHO empfiehlt Steuer auf zuckerhaltige Getränke

12.10.2016

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft die Länder weltweit dazu auf, eine spezielle Steuer auf Nahrungsmittel mit zugesetztem Zucker zu erheben. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass weniger Menschen übergewichtig werden und an Diabetes oder Karies erkranken.

Eine höhere Steuer auf Getränke mit Zuckerzusatz soll dazu führen, dass die Verbraucher lieber gesündere Alternativen wählen.
Eine höhere Steuer auf Getränke mit Zuckerzusatz soll dazu führen, dass die Verbraucher lieber gesündere Alternativen wählen.
© anaado - Fotolia

Würden durch staatlichen Eingriff die Preise für Getränke mit Zuckerzusatz mindestens um 20 Prozent steigen, würden die Menschen erheblich weniger davon trinken. Das geht aus einem aktuellen Bericht der WHO hervor. "Der Verzehr von freiem Zucker, wie in zuckerhaltigen Getränken, trägt maßgeblich dazu bei, dass weltweit immer mehr Menschen übergewichtig werden und Diabetes bekommen", sagt Dr. Douglas Bettcher, Direktor der WHO-Abteilung für die Vorsorge nicht ansteckender Krankheiten. Die Menschen bräuchten keinen Zucker in ihrer Ernährung. Die WHO empfiehlt daher, den Anteil an freiem Zucker an der gesamten Kalorienmenge der täglichen Ernährung unter 10, besser unter 5 Prozent zu halten.

Die Staaten könnten dazu beitragen, indem sie über die Besteuerung die Preise für Nahrungsmittel beeinflussen. Die WHO hat festgestellt, dass mehr frisches Obst und Gemüse verzehrt wird, wenn deren Preise 10 bis 30 Prozent niedriger liegen. Gleichzeitig hält die Organisation es für vielversprechend die Steuern auf Lebensmittel, die viel Fett, Salz oder zugesetzten Zucker enthalten, anzuheben, da das den Konsum bremse. In Mexiko und Ungarn passiere das bereits.

Mit freiem Zucker sind einfache Zucker wie Traubenzucker, Fruchtzucker und Haushaltszucker gemeint, fachsprachlich Glukose, Fruktose und Saccharose. Diese werden Nahrungsmitteln zugesetzt oder sind natürlicherweise in großer Menge darin enthalten, z.B. in Honig, Sirup oder Fruchtsäften. Im Jahr 2014 war laut WHO mehr als ein Drittel aller Erwachsenen weltweit übergewichtig. Seit 1980 hätte sich die Zahl verdoppelt. Die Zahl der Menschen mit Diabetes hätte sich in diesem Zeitraum fast vervierfacht.

RF

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