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Covid-19: Was man tun kann, damit die Impfung besser wirkt

Dr. Karen Zoufal  |  15.01.2021

Stress, ungesunde Ernährung und schlechter Schlaf wirken sich negativ auf die Abwehrkräfte aus, was dazu führen kann, dass eine Impfung nicht so effektiv schützt wie erhofft. Vor diesem Hintergrund raten Forscher, die Zeit bis zur anstehenden Impfung gegen Covid-19 für die Gesundheit zu nutzen.

Älterer Mann, liegt im Bett und schläft.
Ausreichend Schlaf unterstützt das Immunsystem und trägt auch dazu bei, dass der Körper nach einer Impfung ausreichend Antikörper bilden kann.
© Mark Bowden/iStockphoto

US-Forscher folgern aus der Auswertung von 49 Impfstoffstudien der vergangenen 30 Jahre, dass sich eine gute allgemeine Gesundheit auch positiv auf die Immunantwort des Körpers auswirkt: „Die Ergebnisse sprechen dafür, dass es etwas länger dauern kann, nach der Covid-19-Impfung Antikörper zu bilden, wenn Menschen gestresst und ängstlich sind. Daher sollten sie wahrscheinlich etwas mehr Zeit einplanen, bevor sie davon ausgehen, dass sie geschützt sind. Es könnte auch sein, dass Stress den Schutz schneller untergräbt“, sagte Professorin Janice Kiecolt-Glaser. Die Ergebnisse der Studie sind in dem Fachmagazin „Perspectives on Psychological Science“ veröffentlicht.

Die gute Nachricht ist, dass man einige Dinge selbst in die Hand nehmen kann: Gegen Stress helfen beispielsweise Bewegung und Achtsamkeitsmeditation, ausreichend Schlaf, weniger Rauchen und eine ausgewogene Ernährung. „Wenn Sie am nächsten Tag geimpft werden, versuchen Sie, gut zu schlafen. Schon eine Nacht kann hilfreich sein“, sagte Kiecolt-Glaser.

Erfahrungen zeigen, dass ältere Erwachsene manchmal nicht gut auf Grippeimpfstoffe ansprechen. In einer Studie entwickelten sogar nur 20 Prozent der gestressten Erwachsenen im Alter ab 71 Jahren nach einer Grippeschutzimpfung Antikörper. „Wenn wir an die Wirksamkeit des Impfstoffs denken, denken wir meist nur an den Impfstoff selbst. Meine Absicht war es, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass es auch wichtige veränderbare Faktoren gibt“, sagte die Erstautorin Annelise Madison. „Wenn wir diese jetzt angehen, während wir auf den Impfstoff warten, bekommen wir die Möglichkeit, schneller, robuster und dauerhafter auf den Impfstoff zu reagieren.“

Quelle: DOI 10.31124/advance.13528418.v1

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