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Der Körper ist auf Bewegung programmiert

16.07.2012

Der Mensch macht es sich gerne bequem. Doch zu viel Gemütlichkeit schadet, denn evolutionsbiologisch gesehen, ist unser Körper auf Bewegung programmiert. Wie man der allseits um sich greifenden Sesshaftigkeit Herr wird und mehr Aktivität in den Alltag einbauen kann, darüber informiert die Neue Apotheke Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juli 2012.

Mann vor dem Fernseher.
Selbst vor dem Fernseher kann man den Körper in Bewegung halten. Immer mal wieder mit den Füßen kreisen, stärkt die Wadenmuskulatur und verbessert den Blutfluss in den Beinen.
© Monkey Business - Fotolia

Ohne Bewegung leidet der gesamte Körper. So etwa das Herz-Kreislauf-System, da der Blutkreislauf nur mäßig angeregt wird und die Organe nur schlecht mit Sauerstoff versorgt werden. So etwa der Stütz- und Bewegungsapparat, weil verminderte Bewegungsreize die Muskulatur verkümmern lassen und die Statik negativ beeinflussen. Und auch die gesamte Stoffwechsellage wird durch häufiges Sitzen negativ gepolt. So hat eine aktuelle Analyse mit mehr als 20.000 Personen ergeben, dass mit der täglichen Sitzdauer das Risiko steigt, ein Metabolisches Syndrom zu entwickeln, bei dem der Blutdruck, die Blutzucker, Triglycerid- und Cholesterinwerte erhöht sind. Selbst die Lebenszeit verkürzt sich durch zu langes Sitzen, wie eine neue Untersuchung belegt.

Um Rückenschmerzen, Venenleiden oder Übergewicht entgegenzuwirken, die durch ständiges Sitzen verursacht werden, raten Experten, der allgemeinen Bequemlichkeit den Kampf anzusagen. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Günstig ist es, die Bewegungen in bestimmte Tagesabläufe fest zu integrieren, um sie auch regelmäßig ausführen zu können. So kann man zum Beispiel beim Zähneputzen oder Geschirrspülen ab und an die Po-Muskulatur anspannen oder sich auf die Zehenspitzen stellen, um die Venenpumpe anzuregen. Selbst vor dem Fernseher kann man die Füße immer mal wieder kreisen lassen.

NAI

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