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Einhalten: Wie das Hirn den Harndrang bremst

28.10.2014

Wenn die Blase drückt, passt das Gehirn von allein auf, dass nichts in die Hose geht – mit Hilfe der Beckenboden-Muskulatur. Neurowissenschaftler aus den USA fanden nun heraus, wie das Gehirn die Kontrolle behält. Der Beckenboden ist im Körper offenbar bis hin zu den Zehen vernetzt.

Toilettenschild vor Parklandschaft weiß, Pfeil nach links, schwarz gerahmt, schwarze Piktogramme: Mann, Frau, Rollstuhl
Das Gehirn sorgt dafür, dass im Falle eines "dringenden Bedürfnisses" nichts in die Hose geht, bevor man das nächste WC erreicht.
© jaruek - Fotolia

Am Anfang der der Versuche des Wissenschaftlerteams um Jason Kutch von der University of Southern California stand ein Selbsttest: „Versuchen Sie, mit den Fußzehen zu tippen und schauen Sie, ob Sie eine Kontraktion am Beckenboden fühlen.“ Die stärkste Verbindung bestand jedoch mit der Gesäßmuskulatur: Durch das Anspannen und Zusammendrücken der Po-Muskeln wird automatisch auch die Beckenbodenmuskulatur aktiviert. Eine Bewegung der Finger hat dagegen keinen Einfluss. Die Forscher konnten zeigen, dass eine Verbindung im Gehirn existiert. So aktiviert eine spezielle Gehirnregion beides, die Kontraktion des Beckenbodens und das Zusammendrücken der Gesäßmuskeln, allerdings nicht die Bewegung der Finger.

„Es ist bekannt, dass sich die Muskulatur des Beckenbodens bei gesunden Menschen unbewusst zusammenzieht, um sicherzustellen, dass Urin nicht versehentlich verloren geht“, sagt Kutch. „Bisher wussten wir jedoch nicht, welcher Teil des Zentralnervensystems dafür verantwortlich ist.“ Jetzt wisse man, dass bestimmte Hirnregionen die unbewussten Beckenbodenkontraktionen kontrollieren, so Kutch. Die Forscher hoffen, dass Studien in dieser Richtung helfen werden, die Ursache chronischer Beckenbodenschmerzen aufzuspüren und vielleicht wichtige Informationen für die Therapie von Inkontinenz liefern könnten.

HH

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