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"Elektrische Mütze" für schnelles Lernen?

25.03.2014

Vor schweren Prüfungen machen viele Prüfungskandidaten die Nächte durch, versuchen, sich mit Koffein wach zu halten oder greifen zu Mitteln, die der Gehirnleistung auf die Sprünge helfen sollen. Ein Königreich für eine Denkmütze, mit der das Lernen schneller ginge! Etwas in dieser Art haben jetzt US-amerikanische Psychologen ausgetüftelt.

Schüler im Unterricht
Mancher Schüler würde sich eine Lernmütze zur Hirnstimulation wünschen, um die vielen neuen Informationen schneller und besser wieder abrufen zu können.
© mauritius images

Die Forscher von der Vanderbilt Universität in Nashville entwickelten eine Art elektrischer Mütze, mit der sich die Lerngeschwindigkeit von Testpersonen beeinflussen ließ. Im Blickpunkt der Forscher war eine Gehirnregion, von der angenommen wird, dass sie für die instinktive "Hoppla"-Reaktion verantwortlich ist, wenn man einen Fehler macht. In früheren Studien konnten Forscher zeigen, dass bei Testpersonen nur Millisekunden nach einem Fehler, genau in dieser Region eine Spannungsspitze aufgetreten sei, erläutern die Forscher im Fachmagazin Journal of Neuroscience.

Um dies nun genauer zu untersuchen und herauszufinden, wie sich ein sehr leichte Hirnstimulation auf die Schnelligkeit auswirkt, mit der Testpersonen aus Fehlern lernen, konzipierten die Psychologen ein spezielles Experiment, das allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen ist. In dessen Verlauf schickten sie mithilfe von zwei Elektroden, die mit einer Art Mütze auf dem Kopf befestigt wurden, einen leichten elektrischen Strom quer durchs Gehirn. Nach 20 Minuten der Stimulation bekamen die Testpersonen eine Lernaufgabe. Durch Ausprobieren sollten sie herausfinden, welche Knöpfe auf der Tastatur eines Computerspiels mit bestimmten Farben, die auf dem Monitor erschienen, zusammenhingen. Um das Ganze noch schwieriger zu gestalten, hatten die Testpersonen weniger als eine Sekunde Zeit für die korrekte Antwort und damit viele Möglichkeiten, Fehler zu machen.

Die Forscher fanden heraus, dass der elektrische Ausschlag bei einer vorhergehenden Stimulation im Schnitt fast doppelt so groß und bei der Mehrheit der Testpersonen deutlich höher war als bei der Scheinstimulation. Die Testpersonen machten weniger Fehler und lernten schneller aus ihren Fehlern, wie die Psychologen berichten. Wurde die Richtung des Stroms umgekehrt, war das Gegenteil der Fall: Die gemessene Spitze war niedriger, die Testpersonen machten mehr Fehler und das Lernen dauerte länger.

HH

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