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Fernsehen steigert Lust auf Chips

20.09.2011

Wer viel Zeit vor dem Fernseher verbringt, verzehrt auch mehr ungesunde Lebensmittel. Was mit einem kritischen Blick auf das eigene Verhalten nahe liegt, haben Forscher der Loughborough University in Leicestershire in Großbritannien nun wissenschaftlich bestätigt. Insbesondere sehr kalorienreiche Snacks und Getränke werden auffällig oft vor der Mattscheibe konsumiert.

Mutter und Tochter sitzen auf der Couch und essen Popcorn
Viele Menschen nehmen einen großen Teil ihrer täglichen Kalorien, vor der Mattscheibe zu sich.
© Edgar Monkey - Fotolia
Mutter und Tochter sitzen auf der Couch und essen Popcorn
Viele Menschen nehmen einen großen Teil ihrer täglichen Kalorien, vor der Mattscheibe zu sich.
© Edgar Monkey - Fotolia

Die Experten werteten 53 Studien aus aller Welt aus, die sich mit einer bewegungsarmen Lebensweise und Ernährung beschäftigten. Dabei stellten sie einen klaren Zusammenhang zwischen der Zeit vor dem Fernseher und einer ungesunden Ernährungsweise her – über alle Altersgruppen hinweg sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Diejenigen, die viel fernsahen, verzehrten häufiger Fast Food und kalorienreiche Knabbereien und Getränke und griffen bedeutend seltener zu Obst und Gemüse.

Über das TV-Gerät werden die Zuschauer mit Fernsehwerbung konfrontiert, die ihr Ernährungsverhalten beeinflusst. Zudem lenkt das Fernsehen aber auch stark ab: Man bekommt kaum bewusst mit, wie viel man verzehrt. Den Forschern zufolge nehmen einige Menschen einen erheblichen Anteil ihres Tagespensums an Kalorien bei laufendem Fernseher ein.

Fernsehen und ungesunde Ernährung: Besonders den Eltern kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu. Sie sollten sicherstellen, dass sie ein solch ungesundes Verhalten nicht vorleben. Auch wenn es im ersten Moment praktisch erscheint, die Kinder mit einem kleinen Snack vor dem TV-Gerät zu "parken", während man selbst sich um den Haushalt kümmert – Kinder lernen so vor allem, dass Fernsehen und Essen zusammengehören. Und das kann, wie die Studie zeigt, negative Folgen für die Gesundheit haben.

KK

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