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Forscher tüfteln an Impfung gegen Mückenspucke

19.07.2017

Ein Impfstoff gegen den Speichel von Stechmücken wird zurzeit an der US-amerikanischen Forschungseinrichtung NIAID getestet. Forscher hoffen, mit der Impfung einen breiten Schutz gegen verschiedene von Mücken übertragene Infektionskrankheiten zu entwickeln. Da die Erreger bei der Blutmahlzeit weiblicher Stechmücken übertragen werden, bei der die Insekten ihrem Opfer auch ihren Speichel injizieren, stellt dieser ein mögliches Ziel für einen solchen Universal-Impfstoff dar.

Eine neue Impfung könnte gegen von Mücken übertragene Krankheiten helfen.
Stechmücken übertragen diverse Krankheiten, die für den Menschen gefährlich werden können.
© demarfa - Fotolia
Eine neue Impfung könnte gegen von Mücken übertragene Krankheiten helfen.
Stechmücken übertragen diverse Krankheiten, die für den Menschen gefährlich werden können.
© demarfa - Fotolia

Wie aus einer Mitteilung der NIAID hervorgeht, enthält der Impfstoff AGS-v vier synthetische Proteine aus Mückenspeichel. In der Studie wird die Impfung sowohl pur als auch zusammen mit einem Hilfsstoff gegen ein Placebo getestet. Die geplanten 60 Teilnehmer erhalten zwei Injektionen im Abstand von 21 Tagen. Anhand mehrerer Bluttests im Zeitraum bis zu zehn Monate nach der ersten Injektion wird die Anzahl der Antikörper gegen die verimpften Antigene sowie die Langzeit-Sicherheit des Impfstoffs überprüft. AGS-v könnte potenziell vor zahlreichen Krankheiten wie Malaria, Dengue, Zika, Chikungunya und Gelbfieber schützen.

Zudem sollen sich die Probanden 21 Tage nach der zweiten Impfung unter kontrollierten Bedingungen von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti stechen lassen. Hierbei wird nicht überprüft, ob die Impfung eine Infektion verhindert, da die Stechmücken keine Erreger in sich tragen. Vielmehr soll der Einfluss des aufgenommenen Blutes auf die Mücken untersucht werden. Die in dem Blut enthaltenen Antikörper könnten möglicherweise zu einem vorzeitigen Tod der Mücke oder zu Unfruchtbarkeit führen, so die Überlegung. Mit dem Abschluss der Studie rechnen die Forscher im Sommer 2018.

am/www.pharmazeutische-zeitung.de>PZ/NK

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