Gesund leben

Frühstücken schützt vor Diabetes

12.11.2018

Frühstücken oder nicht? Diese Frage spaltet Mediziner und Ernährungswissenschaftler. Eine neue Studie zeigt nun, dass Personen, die morgens auf das Frühstück verzichten, eher an Typ-2-Diabetes erkranken.

Frühstücken senkt das Risiko für Typ-2-Diabetes.
Ist Frühstück gesund oder überflüssig? Diese Frage wird unter Ernährungswissenschaftlern kritisch diskutiert.
© bernardbodo - stock.adobe.com

Etwa 20 Prozent der Deutschen verzichtet morgens auf das Frühstück. Eine Auswertung des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) zeigt nun, dass Männer und Frauen, die das Frühstück weglassen, ein 33 Prozent höheres Risiko für Typ-2-Diabetes haben. Die Studie zeigt auch, dass Übergewichtige im Vergleich zu Normalgewichtigen häufiger auf ihr Frühstück verzichten. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Nutrition veröffentlicht. Mit steigender Anzahl der Tage, an denen nicht gefrühstückt wurde, stieg das Diabetes-Risiko: Wer 4 bis 5 Tage pro Woche das Frühstück wegließ, hatte sogar ein 55 Prozent höheres Risiko für die Zuckerkrankheit. Mehr als 5 Tage pro Woche nicht zu frühstücken, ließ das Risiko nicht weiter ansteigen.

Eine Erklärung für den Zusammenhang könnte der Lebensstil per se sein. Teilnehmer, die auf ihr Frühstück verzichten, ernährten sich der Auswertung zufolge generell eher ungünstig, seien weniger körperlich aktiv oder rauchten mehr. Allerdings wurden diese Faktoren in der Auswertung mit berücksichtigt, sodass der beobachtete Zusammenhang trotzdem bestehen blieb. „Weitere Studien sind nötig, die neben der Aufklärung der Mechanismen auch den Einfluss der Zusammensetzung des Frühstücks auf das Diabetes-Risiko erforschen“, schlussfolgert Studienautorin Dr. Sabrina Schlesinger. Grundsätzlich empfiehlt sie ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen – mit und ohne Diabetes.

In der Meta-Analyse fassten die Forscher Ergebnisse von sechs internationalen Beobachtungsstudien zusammen. Insgesamt wurden Daten von 96.175 Teilnehmern ausgewertet, davon 4.935, die im Studienverlauf an Typ-2-Diabetes erkrankten.

NK

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