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Gestresst? Wie das Shirt des Partners hilft

08.01.2018

Kanadische Forscher haben einen ungewöhnlichen und einfachen Weg gefunden, Stress und Anspannung zu reduzieren: Schnuppern Frauen am T-Shirt ihres Partners, hat das offenbar einen beruhigenden Effekt. Der Geruch eines fremden Mannes führt hingegen dazu, dass das Stresslevel steigt.

Der Geruch des Partners lindert Angst und Stress.
Forscher haben herausgefunden, dass die Kleidung des Partners auf Frauen einen beruhigenden Effekt hat.
© anoushkatoronto - Fotolia

Viele Frauen tragen zum Schlafen das Shirt ihres Partners, wenn dieser nicht da ist. Das hat einen guten Grund: Der Geruch eines geliebten Menschen senkt nachweislich das Stresslevel und wirkt beruhigend. Dies geht aus einer aktuellen Forschungsarbeit von Wissenschaftlern der University of British Columbia hervor, die im Fachmagazin Journal of Personality and Social Psychology nachzulesen ist. Studienautorin Frances Chen ist der Meinung, dass sich aus den Ergebnissen durchaus praktische Tipps ableiten lassen: „In der heutigen Zeit müssen viele Menschen für den Job verreisen oder sogar in eine andere Stadt ziehen. Getragene Kleidungsstücke des geliebten Partners mitzunehmen, könnte helfen, das Stresslevel und die Einsamkeit zu reduzieren, wenn wir weit weg von zu Hause sind“, so Chen.

Für die Arbeit rekrutierten die Forscher 96 heterosexuelle Paare. Die Männer bekamen ein sauberes Shirt, das sie 24 Stunden tragen sollten. Anschließend erhielten die Frauen entweder ein ungetragenes Shirt, das Shirt ihres Partners oder das eines Fremden, um daran zu riechen. Danach absolvierten sie verschiedene Stresstests, zum Beispiel ein simuliertes Vorstellungsgespräch oder einen Test mit Mathematikaufgaben. Es zeigte sich, dass sich die Frauen, die zuvor am Shirt ihres Partners gerochen hatten, ruhiger und entspannter fühlten und ein niedrigeres Level des Stresshormons Cortisol im Blut hatten als Frauen, die ein ungetragenes Shirt bekamen. Studienteilnehmerinnen, die das Shirt eines unbekannten Mannes bekamen, fühlten sich durch den fremden Geruch sogar gestresster und hatten einen deutlich höheren Cortisol-Spiegel im Blut. Die Forscher glauben, dass evolutionäre Faktoren dafür verantwortlich sind: „Von klein auf sind wir darauf programmiert, Fremde zu fürchten - vor allem fremde Männer“, sagt Studienleiterin Marlise Hofer. Daher sei es denkbar, dass der Geruch eines fremden Mannes zu einer verstärkten Stressreaktion führe.

NK

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